Filmprojekt der OTs für Jugendliche

Klassische Streifen, verspielte Animationen und Stop-Motions

Jugendtrefftreff Heimerzheim (Altes Kloster Heimerzheim, Kölner Straße 23, Projekt „UPLOAD – Wir bringen Medien in die Jugendarbeit“ Abgedreht!“: Rund 20 Kids aus den Offenen Türen (OT) haben sich in verschiedenen Rollen rund ums Filmen ausprobiert: filmen, schneiden, vertonen, animieren. Auch Zertifikate gab es für die Teilnehmer

Jugendtrefftreff Heimerzheim (Altes Kloster Heimerzheim, Kölner Straße 23, Projekt „UPLOAD – Wir bringen Medien in die Jugendarbeit“ Abgedreht!“: Rund 20 Kids aus den Offenen Türen (OT) haben sich in verschiedenen Rollen rund ums Filmen ausprobiert: filmen, schneiden, vertonen, animieren. Auch Zertifikate gab es für die Teilnehmer

Swisttal-Heimerzheim. Filmen, Schneiden, Vertonen, Animieren: All das kam bei den Jugendlichen zum Einsatz, die in den Offenen Kinder- und Jugendtreffs von Alfter, Swisttal und Wachtberg Image-Filme über ihre Einrichtungen drehten. Heraus kamen dabei witzige und interessante Kurzfilme.

Christoph, Samantha und Fabienne sind erst 17, 14 und 13 Jahre alt und haben bereits ihren ersten Film gedreht, geschnitten und mit Musik unterlegt. Die drei Jugendlichen gehören zu den 20 Jungfilmern aus Alfter, Swisttal und Wachtberg, die Image-Filme über die Offenen Kinder- und Jugendtreffs ihrer Heimatgemeinden gedreht haben, um das vielfältige Freizeitangebot für junge Leute in den Orten der Öffentlichkeit vorzustellen. Ihre kurzen Streifen präsentierten die Jugendlichen jetzt im Offenen Treff (OT) in Heimerzheim.

Das Filmprojekt fand in Kooperation mit der Upload Medienwerkstatt des Jugendfilm-Medienzentrums Köln statt. Das Team des Medienzentrums hatte im Vorfeld die Fachkräfte der einzelnen Jugendeinrichtungen über mehrere Monate fachlich geschult. „Durch das Projekt wollen wir als Fachkräfte fit werden für die Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen“, erklärt Kai Sager, Bezirksjugendpfleger für Alfter, Meckenheim und Swisttal. Im Mai haben sich die Leitungsteams der OTs aus Wachtberg, Alfter und Swisttal zu einer Art Medienwerkstatt zusammengeschlossen. Eine Qualifizierung in Sachen Medien erfolgte anschließend beim Kölner Filmclub. Der gemeinsame Dreh mit den Jugendlichen war die Umsetzung des Gelernten. „Die Jugendlichen sind immer mehr in sozialen Netzwerken unterwegs. Dabei sollen sie Medien nicht nur konsumieren, sondern auch kreativ nutzen“, erläutert Sager die Zielsetzung des Projekts.

Die Erstlingsarbeit der Jugendlichen kann sich sehen lassen. Filmen, Schneiden, Vertonen, Animieren: All das kam zum Einsatz, um einen klassischen Streifen, eine verspielte Animation oder ein Stop-Motion zu erstellen. Auch wenn es sich um Image-Filme der eigenen Treffs handelt – die Storyboards, Situationen und Drehperspektiven der einzelnen Filme sind unterschiedlich und zeigen einmal mehr die Kreativität der jungen Künstler.

Wie zum Beispiel Fynn (16), Jake (17) und Eliel (15) aus Swisttal, die das Angebot der OT im Alten Kloster in Heimerzheim mit Kartenspiel, Bar, Billard und Kicker filmisch festgehalten haben. Mit zwei OT-eigenen Canon und zwei Gopro-Kameras (sogenannten Action Kameras) hatten sich die Film-Newcomer auf die Suche nach dem richtigen Drehort, der richtigen Perspektive und dem richtigen Licht gemacht. „Die Lichtverhältnisse konnten wir durch diverse Lichtschalter schon passend machen“, sagt der 15-jährige Eliel schmunzelnd. Die Alfterer Christopher, Samantha, Fabienne, Gina (15) und Salome (17) haben den Schwerpunkt auf einen anderen filmischen Aspekt gelegt. Mit Stop-Motion-Technik haben sie die Vorteile aus dem Witterschlicker Kick und dem Alfterer Jump herausgestellt: Freiwilligkeit, Mitbestimmung und Offenheit. „Die Stop-Motions sind Trickfilmfiguren, die man bewegt. Von jeder Bewegung werden Fotos gemacht und dann aneinandergereiht. So kommt die Bewegung in den Film“, erklärt Christopher fachmännisch. Die Jugendlichen selbst wollten nicht gefilmt werden und traten nur maskiert vor die Kamera.

Mit sieben Jugendtreffs weist Wachtberg die meisten Einrichtungen im linksrheinischen Bezirk auf. Der Zuschauer erhielt einen kurzen Einblick in jede Einzelne davon. Jeder Film wird künftig auf den Homepages der einzelnen Gemeinden sowie auf denen der Träger zu sehen sein.