Aufwand zu groß

Keine Weihnachtsmärkte mehr auf Burg Heimerzheim

Es war der letzte: Der Weihnachtsmarkt 2017 im Hof von Burg Heimerzheim.

Es war der letzte: Der Weihnachtsmarkt 2017 im Hof von Burg Heimerzheim.

SWISTTAL-HEIMERZHEIM. Eigentümer Antonius von Boeselager will die beliebten Märkte im Hof seiner Burg nicht mehr veranstalten - der Aufwand sei zu groß. Jetzt plant der Gewerbeverein eine Ersatzveranstaltung im Heimerzheimer Ortskern.

Zehn Jahre lang veranstaltete Antonius von Boeselager in seiner Burg Heimerzheim an den ersten beiden Adventswochenenden einen Weihnachtsmarkt. Doch damit ist jetzt Schluss. Es wird in der Burg keine Weihnachtsmärkte mehr geben, weil sie das Hotelgeschäft zu sehr blockieren. Das kündigte von Boeselager an.

Die Idee seines Sohnes Peter hatte sich zur erfolgreichen Veranstaltung entwickelt, die immer mehr Gäste anzog. Die Märkte sollten dem Burg-Management auch über die buchungsschwache Winterzeit hinweghelfen. Denn von November bis Januar werden kaum Feiern gebucht. Mit der Zahl der Weihnachtsmarktbesucher – 2017 waren es 9000 – stiegen aber auch Aufwand und Anspruch.

Vier bis fünf Wochen Vorbereitungszeit

Für die Vorbereitung des Marktes samt Rahmenprogramm, den Aufbau der Bühne und die Verlegung von Kabeln und Leitungen benötigten Technikchef Rolf-Friedel Fischenich und sein Team vier bis fünf Wochen. Für diese Zeit konnten keine Übernachtungsbuchungen angenommen werden. „Und wir hatten keine Möglichkeit, Weihnachtsfeiern bei uns zu veranstalten“, sagte von Boeselager.

Im Sommer 2017 hat Antonius von Boeselager in der Burg die Zahl der Zimmer auf 23 erhöht, 45 Betten stehen zur Verfügung. Inzwischen existiert auch ein Frühstücksraum, ein Aufenthaltsraum für Gruppen wird gerade hergerichtet. „Diese Veränderung der Struktur hat die Entscheidung gegen die Fortführung der Weihnachtsmärkte mit sich gebracht“, so von Boeselager und Eventmanagerin Johanna Engels.

Die Entscheidung sei nach vielen Gesprächen mit den Mitarbeitern getroffen worden, und sie sei nicht leicht gefallen. Wirtschaftliche Gründe hätten ebenso ein Rolle gespielt wie die starke Belastung der Mitarbeiter im Vorfeld der Weihnachtsmärkte. „Wir sind alle traurig, denn es waren tolle Veranstaltungen“, so von Boeselager und Engels.

Der Swisttaler Gewerbeverein will nun in die Bresche springen und am ersten Adventswochenende im Heimerzheimer Ortskern zwischen Gottfried-Velten-Platz und Fronhof einen Weihnachtsmarkt veranstalten. Details werden bei einer Versammlung am Donnerstag, 26. April, besprochen.