Katholische Pfarrgemeinde Meckenheim

Kölner Kardinal Woelki empfing eine Firmgruppe

Rainer Maria Kardinal Woelki mit den Meckenheimer Jugendlichen.

MECKENHEIM. Eine Firmgruppe aus der katholischen Pfarrgemeinde Meckenheim hat den neuen Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, besucht.

"Macht die Menschen neugierig auf unsere Kirche", gab er den elf Jugendlichen mit auf den Weg. Zuvor sprach er mit ihnen über sein Wirken in seinem bisherigen Berliner Bistum.

Der Kardinal berichtete, welche Anstrengungen nötig seien, um Jugendarbeit in Ostdeutschland zu ermöglichen. So bedeute es einen großen logistischen Aufwand, die Kinder und Jugendlichen zusammenzubringen, egal ob zum außerschulischen Religionsunterricht oder zur Firmvorbereitung. Sie müssten mit Kleinbussen abgeholt werden. "Das sind Spätfolgen des SED-Regimes", sagte der Erzbischof.

Bei diesem Thema konnten die Jugendlichen gut mitdiskutieren, hatten sie doch zuvor das Berliner Stasi-Museum besucht. Auch die Ausstellung "Katholiken in der DDR" des Berliner Bistums gab einen Einblick in diese Zeit. Die Jugendlichen bekamen einen Eindruck, wie sehr die Katholiken unter dem SED-Regime leiden mussten.

Kardinal Woelki erklärte anschaulich, wie sich die ostdeutschen Katholiken in der DDR zu einem engen Kreis zusammenschlossen. Unter Katholiken konnte man sich vertrauen, "ein wirksamer Schutz vor den Ohren der Stasi". Denn Katholik zu sein, sei immer auch ein Bekenntnis gegen den Staat gewesen. Und das habe bedeuten können, dass einem das Abitur oder der Studienplatz verwehrt wurde.

Ausgangspunkt der Reise nach Berlin im Rahmen der Firmvorbereitung war das Projekt "Christsein in der DDR". 25 Jahre nach dem Fall der Mauer wollten die jungen Katholiken wissen, was es bedeutete, sich in einem totalitären Regime zu seinem Glauben zu bekennen. Die Meckenheimer Jugendlichen gehören zu den ersten Gläubigen der Diözese, die ihren Oberhirten persönlich kennenlernen durften.