Für 3,1 Millionen Euro

Grundschule in Meckenheim nach Flutschäden saniert

Die Wasserschäden im Keller der katholischen Grundschule in der der Altstadt sind alle behoben, sodass Hausmeister Uwe Puhl auch in der ehemaligen Mensa das Mobiliar wieder einräumen kann.

Die Wasserschäden im Keller der katholischen Grundschule in der der Altstadt sind alle behoben, sodass Hausmeister Uwe Puhl auch in der ehemaligen Mensa das Mobiliar wieder einräumen kann.

Meckenheim. Die Sanierung einer Meckenheimer Grundschule hat 3,1 Millionen Euro gekostet. Die Trockenlegung erfolgte in mehreren Abschnitten und lief während des laufenden Schulbetriebs.

Mit dem Wissen von heute hätte man diese Schule entweder nicht hier oder ganz anders gebaut, sagte Heinz-Peter Witt, technischer Beigeordneter der Stadt Meckenheim, bei der Begehung der sanierten und trockengelegten Katholischen Grundschule. Denn bei schwankendem Grundwasserspiegel seien Probleme programmiert gewesen. Dass es trotzdem gute Lösungen gibt, haben die Planer und Techniker mit der nun weitgehend abgeschlossenen Sanierung am Meckenheimer Kirchplatz bewiesen.

Mit dem Wissen von heute hätte man entweder keinen Keller gebaut und stattdessen ein Stockwerk mehr eingeplant. Oder man hätte das Gebäude quasi in eine „weiße Wanne“ gebaut, die es vom Grundwasser abschirmt. Da man die Uhr aber nun mal nicht zurückdrehen kann, musste man mit den heutigen technischen Möglichkeiten auf die Situation reagieren. Deshalb sorgen nun Pumpen im Fall von zu hohem Grundwasser für eine künstliche Absenkung des Spiegels, damit das frisch sanierte Gebäude nicht noch einmal Schaden nimmt.

Seit zehn Jahren arbeite man an dieser Schule, wenn man die Planung der ohnehin vorgesehenen Sanierung, die Umbauten und die Trockenlegung des Wasserschadens in den beiden Gebäudeteilen der Katholischen Grundschule zusammenrechnet, sagte Andreas Satzer, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement der Stadt Meckenheim. In dieser Zeit sei viel bewegt worden. Man erstellt ein neues Konzept, das die aktuellen Anforderungen an eine offene Ganztagsschule, die heutigen Brandschutzanforderungen sowie eine moderne, funktionelle Raumgestaltung berücksichtigte.

Sanierung bei laufendem Schulbetrieb

Nun stehen nicht nur neue moderne Klassenräume, sondern auch eine OGS mit Essensausgabe zur Verfügung, in der eine sinnvolle Betreuung praktikabel ist. Angesichts der Brandereignisse der letzten Jahre andernorts, bei denen Menschen wegen brennbarer Dämmstoffe ums Leben kamen, werden viele Eltern erleichtert darüber sein, dass der Brandschutz nun den heutigen Anforderungen entspricht.

Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Sanierung und die Trockenlegung bei laufendem Schulbetrieb stattfinden müssten, erklärte der technische Beigeordnete. Auch deshalb habe man die Trockenlegung in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt, die Satzer näher erläuterte. Nach dem Rückbau, Abbruch und der Entkernung habe man die Entwässerung im Gebäude angepasst und an den neuen Kanal angeschlossen. In einem Gebäudeteil hatte man einen Raum horizontal quasi aufgeschnitten, um die Bausubstanz anschließend zu isolieren und neu abzudichten. Danach hatte man einen Sanierputz aufgebracht, der eventuelle Ausblühungen und andere Resteffekte von Feuchtigkeit auffangen soll.

Zum Schluss installierten die Handwerker die technische Gebäudeausrüstung neu und begannen mit dem Innenausbau. Die Verfahrensweise bewährte sich in beiden Gebäudeteilen. Im zweiten Teil hatte man die Feuchtigkeitssanierung nach den Osterferien dieses Jahres abschließen können, im Gebäudeteil eins war man nach den Sommerferien fertig. Nach dem Abschluss der Arbeiten zieht die Stadt ein positives Fazit. Für die Trockenlegung hatte der Haushalt insgesamt 1,23 Millionen Euro veranschlagt, gebraucht wurden schließlich 1,03 Millionen Euro. Für die Gesamtmaßnahme seinen vom Beginn der Arbeiten im Jahre 2008 bis heute 3,1 Millionen Euro investiert worden.

Einen kleinen Wermutstropfen sah Ratsmitglied Ferdinand Koll dennoch. Ihm waren einige Flecken an den Wänden und etwas abgeplatzter Putz aufgefallen. „Wenn man schon so viel Geld in die Hand nimmt, wäre es doch schön, wenn man diese Dinge noch in Ordnung bringen könnte“, fand er. Dadurch gewönne das Gebäude seiner Meinung nach in der Außenwirkung deutlich.