Brandermittler der Kripo

Ermittler suchen Ursache für Brand in Meckenheimer Lagerhalle

So sieht die Lagerhalle nach fünf Tagen aus.

So sieht die Lagerhalle nach fünf Tagen aus.

Meckenheim. Am Dienstag haben die Brandermittler der Kripo die Ermittlungen zum Brand in der Lagerhalle in Meckenheim aufgenommen. Bislang gibt es keine Hinweise auf Brandstiftung.

Mit einem Tag Verspätung hatten die Brandermittler der Kripo gestern Früh ihre Ermittlungen in der am Freitag abgebrannten Lagerhalle an der Mühlengrabenstraße im Industriepark Lüftelberg aufgenommen. Wie mehrfach berichtet, hatte auf dem Gelände der Firma Romex, die sich auf die Herstellung von Industriefußböden und Fugenmörtel aus Kunstharz spezialisiert hat, über Stunden ein verheerendes Feuer gewütet. Insgesamt waren rund 250 Feuerwehrleute in der Spitze mit dem Löschen der Flammen beschäftigt.

Am Samstagmorgen musste die Meckenheimer Feuerwehr sogar nochmals zu Nachlöscharbeiten ausrücken. Was letztendlich den Brand ausgelöst hatte, ob ein technischer Defekt oder Brandstiftung im Spiel war, konnte die Bonner Polizei bislang noch nicht sagen. Aufschlüsse sollten daher nun die Brandermittler liefern, die am Dienstagvormittag in Begleitung eines Sachverständigen in der Ruine der völlig deformierten Lagehalle und den ebenfalls vom Feuer verwüsteten Anbauten nach Spuren suchten.

Wie Polizeisprecher Simon Rott heute Nachmittag auf Anfrage erklärte, seien die Brandermittler noch nicht fertig mit ihren Untersuchungen. Vielmehr müssten die Kripoexperten nochmals zusammen mit einem Kran anrücken, so Rott weiter, der dann in der völlig verwüsteten Lagerhalle Trümmer beiseite räumen und Zugänglichkeit ermöglichen soll. Bislang gebe es allerdings keine Hinweise auf ein vorsätzliches Entfachen des Feuers.

Derweil ist man bei der vom Brand betroffenen Firma Romex guter Hoffnung, „dass wir am Dienstag nach Pfingsten die Produktion vor Ort wieder aufnehmen können“, sagte Geschäftsführer Bert Meurer auf Anfrage. Möglich werde das durch ein großes Engagement der rund 50 Mitarbeiter und die Unterstützung benachbarter Betriebe, die geholfen hätten, die Produktion auf das unmittelbar benachbarte, erst vor wenigen Wochen neu erworbene Grundstück an der Mühlengrabenstraße zu verlagern. „Ab nächsten Dienstag machen wir mit Volldampf weiter“, so Geschäftsführer Meurer.