Betörende Klangerlebnisse in Meckenheim

Ensemble Amarilli begeisterte im Merler Dom

Das Ensemble Amarilli spielte im Rahmen der Merler Abendmusik sein Konzert "Corrispondenze" im Merler Dom.

Meckenheim-Merl. Das Ensemble Amarilli begeisterte am Sonntagnachmittag seine Zuhörer mit seinem Konzertprogramm "Corrispondenze". Regionalkantor Bernhard Blitsch begrüßte die Besucher dieses Konzerts in der Reihe der Merler Abendmusik im Merler Dom.

Die vier Musiker Alexandra Kollo, Eva Susanna Kuen, Jens Lohmann und Philipp Spätling boten dem Publikum einen facettenreichen musikalischen Dialog mit Werken aus der alten und der neuen Zeit. Mit Blockflöten, Traversflöten, einer Viola da Gamba und Gesang ließen sie Klänge, Formen und Stimmungen lebendig werden und stellten gekonnt eine musikalische Verbindung zwischen den Jahrhunderten her. Der Flötist Philipp Spätling ist zugleich Komponist. Musikstücken aus vergangenen Epochen wurde jeweils ein neues Werk aus Spätlings Feder gegenübergestellt.

Zur Eröffnung des Konzerts brachte das Ensemble "Ricercar", ein in klassischer Renaissance-Manier verfasstes Werk des italienischen Komponisten Girolamo Frescobaldi zu Gehör. Mit der Präsentation von "Flow my tears" von John Dowland brachten die Musiker ein Lied zu Gehör, das in der Renaissance sehr beliebt war und auf poetische Weise von Melancholie erzählt.

Das moderne deutsche Pendant "Rheinherbst" fängt die Stimmungen eines Herbstnachmittags am Rhein ein. Der Gesang von Lohmann und die begleitende Flötenmusik zauberten ein tiefbewegendes Klangerlebnis. Auf dem Programm standen zudem Stücke von Georg Philipp Telemann und Henry Purcell. Das lebendige Zusammenspiel des Amarilli-Ensembles bot dem Publikum einen erstklassigen Hörgenuss, was dieses mit lang anhaltendem Applaus dankte.