Offene Tür in Meckenheim

Die Maus erklärt, wie Bäume wachsen

Meckenheim. 3000 Besucher dürfen in der Meckenheimer Baumschule Ley hinter die Kulissen schauen.

Zeit, viel Zeit sogar haben sich die Menschen mit Kamera und Tonangel genommen, um einen Baum beim Wachsen zuzusehen. Zwei Jahre lang war das Drehteam des TV-Kinderklassikers "Sendung mit der Maus" um Christoph Biemann, dem unternehmungsfreudigen, stets neugierigen Moderator mit dem grünen Pullover, immer mal wieder in der Meckenheimer Baumschule Wilhelm Ley zu Gast, um filmisch zu dokumentieren, wie ein Baum groß wird.

Jetzt gab es ein Wiedersehen für die Ley-Geschäftsführer Christoph Dirksen und Wilfried Demary mit Christoph. Der gleich bei mehreren Generationen von Kindern beliebte Fernsehmann kam nicht allein zum Tag der offenen Tür der Baumschule. Die Maus hatte der 64 Jahre alte Fernsehmann ebenfalls mitgebracht.

Mehr als 150 Mädchen und Jungen umlagerten Maus und Moderator. Geduldig schrieb Biemann mehr als eine Stunde lang unentwegt Autogramme und verblüffte die Kinderschar mit allerlei Zaubertricks. Natürlich durften auch Aufführungen des im Sommer 2015 deutschlandweit ausgestrahlten, mehrteiligen Films nicht fehlen.

Die Tore der Baumschule am Baumschulenweg öffnete das Familienunternehmen, um mit Kunden und Besuchern die Gründung der Baumschule vor 125 Jahren zu feiern. 1891 hatte Namensgeber Wilhelm Ley damit angefangen, Obstgehölze und Rosen anzubauen.

Später in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erweiterte das wachsende Unternehmen die Produktion von Laubgehölzen und entwickelte daraus einen Schwerpunkt der Baumschule. Seitdem ist die Aufzucht von Alleebäumen mit eigenen Selektionen ein Schwerpunkt des Unternehmens.

Unter der Überschrift "Bäume, Maschinen, Attraktionen" zeigten 115 Mitarbeiter, wie ihr Handwerk mit dem grünen Daumen funktioniert: So demonstrierten sie etwa das Formieren von Spalierbäumen oder das Veredeln von Wildlingen. Außerdem gab es eine über einstündige, beeindruckende Pflanzvorführung vom kleinen Sämling bis zum 20 Jahre alten Alleebaum. Rund 3000 Besucher nutzten die Gelegenheit, den Spezialisten auf die Finger zu gucken.

Auch in die Plantagen selbst könnten die Gäste mehr als einen Blick werfen. So gab es Rundgänge und Fahrten durch die Baumschule samt Demonstration des Rodens und Verladens von Bäumen, allerlei Garten- und Landtechnik sowie Grillvorführungen. Über 40 Oldtimertraktoren zogen die Blicke auf sich. "Dieser Tag war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg für unser Familienunternehmen", resümierte Mitinhaberin Marita Ley. "Dies motiviert uns, einen solchen Tag der offenen Tür durchaus noch einmal zu wiederholen."