Kirchen im Dekanat Meckenheim-Rheinbach

Das Jesuskind in vielen Variationen

Die Krippen - wie hier in Sankt Martin in Rheinbach - zogen am Krippensonnntag die Blicke auf sich.

Die Krippen - wie hier in Sankt Martin in Rheinbach - zogen am Krippensonnntag die Blicke auf sich.

Meckenheim/Rheinbach/Swisttal. Die Türen der Kirchen im Dekanat Meckenheim-Rheinbach standen am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr offen für alle Besucher.

Denn das Dekanat hatte zum Krippensonntag eingeladen. Eine Aktion, die es seit einigen Jahren gibt. Mit der Aktion haben Besucher die Möglichkeit, auch abseits des Gottesdienstes in die Kirche zu gelangen und die Kunstwerke rund um die Weihnachtsgeschichte und die Geburt Jesu zu bestaunen.

Die Krippe in der Kirche Sankt Basilides in Ramershoven ist eine Laubsägearbeit. "Ich finde die Krippe ganz toll, vor allem weil sie selbstgeschnitzt ist", sagt Erika Rodeßer. Die 73-Jährige ist gemeinsam mit ihrem Mann Erwin aus Bonn-Duisdorf zum Krippensonntag gekommen. "Wir machen eine kleine Rundfahrt", sagt Erwin Rodeßer. "Wir waren schon in Flerzheim und Lüftelberg und jetzt geht es weiter nach Rheinbach", so der 73-Jährige.

Die Ramershovener Krippe trägt den Namen "Krippenlandschaft Jerusalem" und zeigt verschiedene Bibelszenen. Zu sehen sind unter anderem der Stall mit dem Christuskind, die Holzwerkstatt des Heiligen Joseph, das Stadttor Jerusalems und der Tempel des Herodes. Küsterin Sandra Olzen, Organist Rainer Olzen, Gemeindemitglied Hubert Schragen und Kirchenvorstandsmitglied Angelika Barners haben die Krippe gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern aufgebaut. 

In der Kirche Sankt Petrus und Paulus in Ludendorf warteten Anneliese und Dieter Trammer auf Gäste. Die beiden Gemeindemitglieder gehörten zu dem Team, das den Krippensonntag betreut hat. Im Hintergrund lassen die beiden leise Kirchenmusik spielen. Die etwa 80 Zentimeter hohen Krippenfiguren sind aus Zirbelholz gefertigt und handgeschnitzt. Die Krippenlandschaft wird jedes Jahr neu gestaltet.

In der Kirche Sankt Jakobus der Ältere in Ersdorf konnten Besucher die ebenerdig aufgebaute Krippe anschauen. Bärbel und Norbert Oppenländer aus Ersdorf haben ihren Besuch mit einem Spaziergang verbunden. "Mir gefallen besonders die Figuren", sagt Bärbel Oppenländer. "Die Gesichter sind schön. Wir haben auch schon sehr abstrakte Krippenfiguren gesehen, die keine Gesichter hatten. Das gefiel mir nicht so." Insgesamt elf Figuren hat die Krippe, darunter Maria, Josef und das Jesuskind, sowie die Heiligen drei Könige und mehrere Hirten.

Die Krippe in der Kirche Sankt Martin in Hilberath konnte man nur aus einiger Entfernung betrachten, denn der Innenraum der Kirche war verschlossen. Durch die Beleuchtung der Krippe mit Lichterketten und Kerzen kam sie trotzdem gut zur Geltung. Die Krippenfiguren sind aus Ton gefertigt und sollen über einhundert Jahre alt sein.

In der Kirche Sankt Martin Wormersdorf sind besonders große Krippenfiguren zu finden. Etwa eineinhalb Meter sind Maria und Josef groß. Die Szene zeigt die beiden Eltern mit dem Jesuskind nach der Geburt im Stall. Das Jesuskind ist aus Wachs gefertigt.

Die Krippenfiguren in der Kirche Sankt Martin in Rheinbach hat Künstlerin Margarete Hardenberg selbst angefertigt. Auch die Kulisse hat die 93-Jährige gemalt. Die etwa 35 Krippenfiguren verkörpern Menschen aus aller Welt, die Kulisse soll das Stadtbild Rheinbachs darstellen. Die Krippenvorstellung wurde mit Orgel-, Trompeten- und Querflötenmusik begleitet. Johannes Gruner war eher aus Zufall da: "Ich war auf der Durchfahrt und bin beim Spazierengehen in die Kirche gekommen. Auch wenn ich nicht extra für den Krippensonntag hier bin, gefällt es mir sehr gut", sagt der 73-Jährige.