Bürgermeister von Meckenheim

Bert Spilles zieht Zwischenbilanz

Auf ein Jahr mit vielen Veränderungen und Herausforderungen blickt Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles zurück.

Auf ein Jahr mit vielen Veränderungen und Herausforderungen blickt Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles zurück.

Meckenheim. Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles blickt auf eineinhalb Jahre im neuen Rathaus zurück. Der Verwaltungschef will die Jugend mehr einbeziehen.

Auf ein randvolles Jahr voller neuer Erfahrungen, Projekte und Erfolge, aber auch mit Optimierungspotenzial blickte Bürgermeister Bert Spilles in der Vorweihnachtszeit zurück. Die ersten eineinhalb Jahre im neuen Rathaus haben für alle Bürger, Mitarbeiter und angeschlossenen Institutionen Veränderungen mit sich gebracht. Insgesamt habe sich alles eingespielt und die neuen Strukturen kämen sehr gut an, so Spilles.

Die Stadt habe sich nicht nur rein äußerlich mit dem Abschluss des nächsten Bauabschnitts in der direkten Peripherie der Altstadt modern entwickelt. Die zunehmende Vernetzung des Rathauses erleichtere und verkürze viele Arbeitsabläufe zugunsten der Mitarbeiter und der Bürger. Trotzdem müsse sich Meckenheim gerade mit dem geringen Arbeitskräfteangebot auf dem Arbeitsmarkt großen Herausforderungen stellen.

Zwanzig Stellen im Rathaus sind aktuell frei

Vakante Stellen im Rathaus würden mit modernen Arbeitsplätzen und passenden Wohnangeboten für Bewerber interessanter. Mit der neuen papierlosen Bewerbung hat jeder Interessierte die Möglichkeit, sich unkompliziert auf eine der rund 20 freien von insgesamt 380 Stellen zu bewerben. Berufseinsteigern böte sich beispielsweise die Möglichkeit, mit einer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten oder einem dualen Studium mit dem Ziel eines Bachelorabschlusses ins Leben zu starten. Zuversicht herrsche im Rathaus angesichts einer wichtigen Neubesetzung, die ab 2019 im IT-Bereich Wirkung zeigen werde. Damit sei es möglich, wichtige Projekte, wie die Digitalisierung der Schulen, weiter zu verfolgen.

Zufrieden war der Bürgermeister mit den Arbeitsergebnissen der Verwaltung. „Wir beschäftigen beispielsweise keine Wirtschaftsförderungsgesellschaften oder ähnliches. Wir machen alles mit den eigenen Leuten“, erinnerte er an die Leistungsfähigkeit des kleinen, „aber sehr effektiven Verwaltungsapparats“ der Apfelstadt. Ideen und Ausarbeitungen zum neuen Gewerbegebiet, Neubaukonzepte, Straßenbau und vieles mehr könnten sich sehen lassen. Dies sei dem Engagement und der Leistung der Mitarbeiter im Rathaus zu verdanken.

Gespräche mit Verdi für verkaufsoffene Sonntage laufen

Hinsichtlich des Flächendrucks bei den Gewerbeflächen könne er sich für die Zukunft auch gemeinsame, regionale Projekte mit der Stadt Bonn vorstellen. Die erfolgversprechende Strategie im Wohnungsbau soll wie geplant weiterverfolgt werden. Stadtnahe, aber auch nahe an Bahn- oder Busverbindung gelegene Wohnungen würden gesucht und sollen Meckenheim geboten werden.

„Wir müssen Mobilität schaffen“, erklärte er, „auch unabhängig vom eigenen Auto.“ Diese Strategie verfolge man nicht nur mit der Lage der Neubaugebiete, sondern auch mit der geplanten Umgestaltung des historisch gewachsenen Quartiers zwischen Bahnhofstraße und Baumschulenweg, die in vier Varianten kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt wurde.

Bewährt habe sich die Stadt dauerhaft nicht nur als Wirtschaftsstandort für mittelständische und kleinere Betriebe. Auch der örtliche Einzelhandel setze mit kreativen Angeboten kontinuierlich Akzente. Trotz der Klagebestrebungen einzelner Gewerkschaften gegen verkaufsoffene Sonntage biete der Einzelhandel mit individuellen Ideen immer wieder attraktive Aktionen. Für die Zukunft sei man bereits mit Verdi – der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft – im Gespräch, um zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung zu finden.

Wenn er einen Wunsch frei hätte, dann würde Spilles gerne die Jugend stärker in die Arbeit der Stadt einbeziehen. Drängend sei für ihn zudem das Problem der Umgehungsstraße, für deren Umsetzung Meckenheim bereits seit rund zehn Jahren in den Startlöchern stehe. Positiv bewertete er die Schritte seitens der Bahn, die jüngst den Baubeginn der dafür notwendigen Unterführung unter dem Gleiskörper in Höhe der Kalkofenstraße für Dezember 2022 angekündigt hat.