Poetry Slam

Beim Wettstreit mit Worten in Meckenheim sind alle Sieger

Poetry Slam am Konrad-Adenauer-Gymnasium: Mikhail Gromak und Susanna Müller führen durch einen spannenden Abend.

Poetry Slam am Konrad-Adenauer-Gymnasium: Mikhail Gromak und Susanna Müller führen durch einen spannenden Abend.

Meckenheim. Das Meckenheimer Konrad-Adenauer-Gymnasium präsentiert einen Poetry-Slam-Wettbewerb als Schülerprojekt. Weil alle Beiträge überzeugten, werden am Ende des Abends alle Wortkünstler zu Siegern gekürt.

In Reimen ihre Meinung sagen – das haben im Rahmen des ersten „Poetry Slam“ im Konrad-Adenauer-Gymnasium am Donnerstagabend zehn Nachwuchstalente geübt. Mindestens einmal um die Ecke denken mussten die etwa 50 Zuhörer im Publikum bei Ronja Werwers Beitrag „Gegenteiltag“. In „Mach was Vernünftiges“ forderte die angehende Abiturientin auf: „Erlaub dir mal zu träumen, versuch doch mal zu leben, trau dich mal zu atmen und deiner Seele etwas Vernünftiges zu geben“.

Empathie haben zum Beispiel die beiden jüngsten Teilnehmerinnen des Poetenwettstreits bewiesen, die Fünftklässlerinnen Aurélie Achilles und Cara Ammermann, mit ihrem Text „Erlebnis der zwei Schwestern“, in dem sie die Geschichte einer Flüchtlingsfamilie erzählten. Mit „komplizierter Freundschaft“ und „Fantasie“ beschäftigten sich die Sechstklässlerinnen Alina Müller und Alina Birkhan-Mertens in ihren Versen, während Abiturient Ben Meyer „Kritik an G8“ übte.

Verschwendung von Lebensmitteln angeprangert

Ein „Buch“ zu schreiben plante Elftklässlerin Jessika Heinsonn. Um „Wahrheit“ und „Verlust“ drehten sich die Texte von Sechstklässlerin Rebecca Bauer. Durchaus bühnenerfahren präsentierte die Ehemalige der Schule, Kathy Hauschild, außer Konkurrenz unter dem Titel „Die Zombie-Weihnachtsgans“ eine bitter-komische Fortsetzung des Fernseh-Klassikers „Dinner for one“, in der sie die Verschwendung von Lebensmitteln anprangerte. Auch sie habe sich beflügelt gefühlt, einen Text zu schreiben, erklärte Moderatorin Susanna Müller und trug gemeinsam mit Lara Baake „Mehr“ vor. Müller und Mikhail Gromak führten zusammen durch den Abend. Sie hatten die Veranstaltung als Schulprojekt auch initiiert und organisiert.

Beim Poetry Slam sei es möglich, über Tabuthemen zu reden und die eigene Meinung zu äußern. Daher wollten sie den lyrischen Wettstreit populärer machen, erläuterten sie. Weil alle Beiträge überzeugten, erklärten sie am Ende des Abends alle Wortkünstler zu Siegern. Begeistert vom Projekt war auch Deutschlehrer und Schulleiter Dirk Bahrouz. „Unsere Schule kann viele kulturelle Facetten zeigen“, sagte er. Vom Fußballturnier bis zur Karnevalsparty haben Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs im Rahmen des Faches „Eventmanagement“ insgesamt fünf Veranstaltungen realisiert.