125-jähriges Bestehen der Pfarrkirche

Auch der Erzbischof war zu Gast

Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßt kleine Gäste beim Pfarrfest zum Kirchenjubiläum in Meckenheim. FOTO: ROLAND KOHLS

Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßt kleine Gäste beim Pfarrfest zum Kirchenjubiläum in Meckenheim.

MECKENHEIM. Seit 125 Jahren gibt es die Meckenheimer Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer. Grund genug für die Gläubigen und den leitenden Pfarrer der Meckenheimer Seelsorgeeinheit, Reinhold Malcherek, in einer Festmesse mit anschließendem Pfarrfest die Einweihung der Kirche am 24. Juli 1890 ganz groß zu feiern.

Neu gebaut wurde damals "nur" der Mittelteil des Gotteshauses sowie die beiden Seitenschiffe. Der Turm, der noch vom Vorgängerbau aus romanischer Zeit (12./13. Jahrhundert) stammte, wurde damals als Bauwerk in den Neubau integriert. Als Ehrengast der Festivitäten war der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki eigens aus Köln angereist. Er zelebrierte auch das Hochamt.

"Wir haben den Erzbischof vor zwei Monaten eingeladen. Und er hat schnell zugesagt", freute sich Ute Blitsch, die gemeinsam mit Oliver Preisner, Georg Kluth und Maria Windhorst die Organisation des Pfarrfestes übernommen hatte. Schon die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, wollten doch die Gläubigen "ihren" Erzbischof auch einmal live erleben. Woelki betonte in seiner Predigt, dass sich die Kirche im Laufe der Zeit sehr gewandelt habe. "Man könnte letztlich auf die Zeit vor 125 Jahren regelrecht neidisch werden. Wenn man bedenkt, dass sich der damalige Pfarrer beim Generalvikariat in Köln über das ständige Gedränge in der Kirche beklagte. Heute müssen wir Pfarrkirchen eher verkleinern oder aufgeben. Die Menschen, die Christus Botschaft weitergeben, geben heute der Kirche ein lebendiges Gesicht", betonte denn auch Woelki. Er war es auch, der beim anschließenden Fest rund um die Kirche mit jungen und älteren Meckenheimern das Gespräch suchte.

Dicht gedrängt standen die Besucher zwischen den Ständen, trafen Freunde und informierten sich über das Angebot. Das Programm war vielfältig. Neben Führungen in der Kirche und einer Ausstellung zum Kirchweihjubiläum begeisterte der Zauberer Donatus Weinert mit seiner Vorstellung. Eine Hüpfburg hatte der Malteser Hilfsdienst Meckenheim aufgestellt. Mit einem Stand vertreten waren unter anderem die katholische Frauengemeinschaft, das Haus Heisterbach Königswinter und die Kolpingfamilie. Mit der Aktion "Lebende Bausteine der Caritas" erhofften sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter Gespräche mit den Besuchern. Die Caritas-Mitarbeiter wurden dabei nämlich zu lebenden Büchern, denen Besucher zu Themen wie Flüchtlingsarbeit, gelebte Integration und Nachbarschaftshilfe in einem Vertrauensgespräch Fragen stellen konnten.