Hans-Peter Eckart übernimmt Amt

ADFC-Ortsgruppe Meckenheim hat neuen Vorsitzenden

17 Jahre lang hat Dieter Ohm sich in seiner Rolle als Vorsitzender der Ortsgruppe Meckenheim des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) für das Radfahren in der Apfelstadt engagiert. Jetzt ist Schluss: Neuer Vorsitzender ist Hans-Peter Eckart (l)

17 Jahre lang hat Dieter Ohm sich in seiner Rolle als Vorsitzender der Ortsgruppe Meckenheim des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) für das Radfahren in der Apfelstadt engagiert. Jetzt ist Schluss: Neuer Vorsitzender ist Hans-Peter Eckart (l)

MECKENHEIM. Nach 17 Jahren hört der Vorsitzende der ADFC Ortsgruppe Meckenheim Dieter Ohm auf. Sein Nachfolger steht mit Hans-Peter Eckart schon fest.

17 Jahre lang hat sich Dieter Ohm in seiner Rolle als Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) für das Radfahren in seiner Ortsgruppe Meckenheim engagiert. Jetzt ist Schluss. Bei der Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstag stellte sich Ohm nicht mehr zur Wahl. „Die Jüngeren müssen auch ans Ruder kommen“, sagte der 68-Jährige.

Von Kindesbeinen an hatte Ohm eine Begeisterung für den Drahtesel und trat 1979 dem Fahrradverein bei. Die Ortsgruppe in Meckenheim habe vor 19 Jahren verzweifelt nach einem Vorsitzenden gesucht, berichtete Ohm. Er wurde zunächst Stellvertreter, bevor er zwei Jahre später den Vorsitz übernahm. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. 2001 wurde Meckenheim zur fahrradfreundlichen Stadt erklärt (siehe Kasten). Der Verein sorgte unter anderem dafür, dass Radwege rot gestrichen wurden, damit Autofahrer sie nicht so leicht übersehen und beriet die Stadt, welche Fahrradständer am Besten für den Schulcampus geeignet wären. Trotz des Gütesiegels „Fahrradfreundliche Stadt“, gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten. „Wir kämpfen heute noch für einen durchgehenden Radweg auf der L 261 Richtung Röttgen“, so Ohm. Oder für den Abbau von Engpässen und Umlaufstellen, den versetzt gestellten Schranken, die mit dem Rad nur schwierig passierbar sind. „Motiviert haben mich immer die Erfolge, die wir erzielt haben, und die Begegnung mit den Menschen“, sagte Ohm. Der Mitgliederbestand des ADFC ist über die Jahre gewachsen. Im Laufe der Zeit konnte der Verein immer mehr Radtouren anbieten. „Am Anfang waren es noch fünf bis zehn, dieses Jahr sind es über 50“, sagte Ohm. „Besonders gefreut hat mich immer die Aktivität der Mitglieder. Beim Fahrradklimatest hat unsere Ortsgruppe immer eine hohe Teilnehmerrate. Die Meckenheimer kennen den ADFC, wir gehören einfach mit dazu“, stellte der Rentner fest.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder den 58-jährigen Hans-Peter Eckart. „Ich wohne erst seit drei Jahren in Meckenheim. Es ist eine Ehre, dann schon den Vorsitz zu übernehmen“, so der pensionierte Beamte. Als neuer Vorsitzender möchte Eckart insbesondere eine jüngere Zielgruppe ansprechen, etwa durch Mountainbiketouren. Der Verein werde in Zukunft zudem mehr familienfreundliche Touren anbieten, die auch für Kinder um die zehn Jahre geeignet sind, versprach Eckart. „Demnächst haben wir ein Gespräch mit der Stadt, in dem wir vorschlagen wollen, die Schulen ins Stadtradeln miteinzubeziehen“, sagte der 58-Jährige. Letztes Jahr waren nur Vereine, private Gruppen und die Verwaltung beteiligt. Der neue Vorsitzende könne sich vorstellen, einen Wettbewerb zwischen den Schulen zu veranstalten.

Auch ohne die Aufgabe des ADFC-Vorsitzenden wird Dieter Ohm in Zukunft dennoch wenig Zeit haben. Dem Verein Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum bleibt er in seiner Rolle als Vorsitzender erhalten. Außerdem studiert der 68-Jährige aktuell Kulturwissenschaften an der Fernuniversität Hagen und hat erst kürzlich seine Bachelorarbeit geschrieben. Das Thema lautete: „Die Bedeutung des Fahrrads im deutschen Kaiserreich.“