Empfang des Freiwilligenzentrums Oase

„Wir fühlen uns dem Gemeinwohl verpflichtet“

Beim Jahresempfang des Freiwilligenzentrums wurde die „Oase- Palme“ stellvertretend für die Flüchtlingshelfer an Joachim Sczech (Mitte) überreicht. FOTO: AXEL VOGEL

Beim Jahresempfang des Freiwilligenzentrums wurde die „Oase- Palme“ stellvertretend für die Flüchtlingshelfer an Joachim Sczech (Mitte) überreicht. FOTO: AXEL VOGEL

MECKENHEIM. Das Freiwilligenzentrum Oase in Meckenheim fördert bürgerliches Engagement. Beim seinem Jahresempfang konnte eine positive Bilanz der Arbeit gezogen werden. Flüchtlingshelfer wurden mit der "Oase-Palme" geehrt.

Eine positive Jahresbilanz hat Henning Brümmer vom Kern-Team des Freiwilligenzentrums Oase bei dessen Empfang am Donnerstag im Caritashaus „Am Fronhof“ gezogen: „Wir können das.“ Seit mehr als einem Jahr komme dem Ehrenamt im Rahmen der Flüchtlings- und Migrantenhilfe eine überragende Bedeutung zu, betonte Brümmer. Das Kern-Team der Oase hat sich die Vermittlung von ehrenamtlichen Helfern an Institutionen auf die Fahne geschrieben. Brümmers Mitstreiter im Team sind Bernhard Hartmann, Udo Tofahrn, Karl-Heinz Krömer und Erwin Stroth. 35 Institutionen seien im Bedarfskatalog der Oase aufgeführt, 20 davon habe man durch die Vermittlung Freiwilliger helfen können, bilanzierte Brümmer.

Insbesondere mit drei Bereichen bestehe eine enge Zusammenarbeit: mit dem Café International, das zum Beisammensein mit Flüchtlingen in die Friedenskirche einlade, mit den internationalen Vorbereitungsklassen am Meckenheimer Schulcampus und mit dem Flüchtlingsbetreuungs-Team der Fronhofhalle. Ehrenamtliche Unterstützung vermittele die Oase unter anderem auch an die Grünen Damen und Herren im Johanniterstift, die Rheinbach-Meckenheimer Tafel oder die Nachbarschaftshilfe Wigwam.

„Wir fühlen uns dem Gemeinwohl der Meckenheimer Gesellschaft verpflichtet“, erklärte Brümmer. Besonders freue er sich, Lehramtsstudentin Carolin Martin und Abiturientin Helene Pakleppa unter den Gästen begrüßen zu können. Beide waren schon für die Oase im Einsatz und wollen aufgrund der positiven Erfahrungen, die sie gemacht haben, zukünftig wieder zur Verfügung stehen.

Mit der „Oase-Palme“ ehrte Brümmer stellvertretend für die zehn Flüchtlingshelfer, die im Wechsel täglich in der Fronhofhalle präsent sind, Joachim Sczech. Das Team habe sich auf Initiative von Joachim Schlüter im November 2015 zusammengefunden, berichtete Sczech. Während sich die acht Männer den Dienst in der Halle aufgeteilt hätten, würden die zwei Frauen sportliche Aktivitäten anbieten. Vor allem Arztbesuche und Fahrten zu Behörden seien die Hilfen, die benötigt würden.

Danke für das Engagement an das Oase-Team sagten Jürgen Schweitzer, Geschäftsführer des Diakonischen Werks an Rhein und Sieg sowie Caritas-Vertreterin Annegret Kastorp. Der Erste Beigeordnete der Stadt Meckenheim, Holger Jung, erklärte: „Ohne das Ehrenamt hätten wir die Herausforderungen durch die Flüchtlinge nicht geschafft – es ist schön zu sehen, dass die Gesellschaft füreinander einsteht“. Der Name Oase steht für „Offene Angebote Soziales Engagement“. Das Freiwilligenzentrum wird unterstützt von der Stadt Meckenheim, dem Caritasverband, der Diakonie und dem Katholischen Familienbildungswerk.