Bornheimer Schulen

Zieht die Mertener Grundschule um?

Blick auf die Martinus-Schule: Zusammen mit der Heinrich-Böll-Sekundarschule befindet sie sich an der Mertener Beethovenstraße.

Blick auf die Martinus-Schule: Zusammen mit der Heinrich-Böll-Sekundarschule befindet sie sich an der Mertener Beethovenstraße.

Bornheim-Merten. Pläne für einen möglichen Umzug der Martinus-Schule hat die SPD während eines Pressegesprächs ausgesprochen. Hintergrund seien die steigenden Schülerzahlen am Mertener Schulstandort.

Dort ist bekanntlich neben der Grundschule auch die Heinrich-Böll-Sekundarschule. Die dort ansässige Franziskus-Hauptschule hat mit dem Ende des vergangenen Schuljahrs ihren letzten Jahrgang entlassen und ist somit ausgelaufen.

Bereits im Rahmen des Entwurfs des neuen Schulentwicklungsplanes habe Bornheim erfahren, dass sich die Schülerzahlen erhöhen werden, sagte Ute Krüger, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bornheimer Stadtrat. Es sei davon auszugehen, dass sowohl an den Grundschulen die Schülerzahlen zunähmen, als auch an den weiterführenden Schulen. Für den Schulstandort Merten sei klar, dass die Grundschule dreizügig werde und dass langfristig die sehr begehrte Heinrich-Böll-Sekundarschule durchgängig vierzügig sein werde, so Krüger.

Bekanntlich gibt es bereits den konkreten Plan, die Sekundarschule zu erweitern. Für rund sechs Millionen Euro soll die Schule einen dreigeschossigen Anbau erhalten, zusätzlich sind Umbauarbeiten am bestehenden Gebäude geplant. Einen Termin für den Beginn der Arbeiten gibt es indes noch nicht.

Räume der Grundschule könnten für die Sekundarschule frei werden

Nach Ansicht der SPD wird die Erweiterung jedoch nicht reichen. Dazu noch einmal Krüger: „Wir sehen eine gute Möglichkeit in der von der Stadtverwaltung angedachten Lösung: Einen Neubau für die Grundschule errichten und die jetzigen Räume der Martinus-Schule für die Sekundarschule umbauen.“ Laut SPD hat die Stadt sogar bereits Grundstücke für das Bauvorhaben im Blick. Näher darauf eingehen wollten die Sozialdemokraten allerdings nicht.

Auf eine Anfrage des General-Anzeigers zeigte sich die Stadt sehr zurückhaltend. „Zahlen zur Schulentwicklung im gesamten Stadtgebiet gibt es in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Soziales und demografischen Wandel im September und Maßnahmen können auch erst dann beraten werden“, teilte Susanne Winkler von der städtischen Pressestelle mit, und ergänzte: „Alle Spekulationen sind derzeit verfrüht und wenig hilfreich.“

Nach Angaben der Bornheimer Stadtverwaltung ist die Mertener Grundschule aktuell zweizügig und hat derzeit 188 Kinder in acht Klassen. Die Sekundarschule ist dreizügig und wird aktuell von 429 Schülern in 16 Klassen besucht.

Die Septembersitzung des Ausschusses für Schule, Soziales und demografischen Wandel findet am Donnerstag, 28. September, im Bornheimer Ratssaal statt. Beginn ist um 18 Uhr.