Einsatz für die Sauberkeit

Winfried Regh mit Uedorfer Meilenstein ausgezeichnet

Uedorfs Ortsvorsteher Bernd Marx (l.) mit dem Meilenstein-Preisträger Winfried Regh.

Uedorfs Ortsvorsteher Bernd Marx (l.) mit dem Meilenstein-Preisträger Winfried Regh.

Bornheim-Uedorf. Winfried Regh wurde mit dem Uedorfer Meilenstein ausgezeichnet. Zugleich feierten die Einwohner des Bornheimer Orts das 875-jähriges Bestehen ihre Heimat.

875 Jahre Uedorf: Die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1143 feiert der kleinste Ort Bornheims am Samstag in und vor der Verbundschule an der Heisterbacherstraße. Gemeinsam hatten der Ortsausschuss, der Tischtennis Club Blau-Rot (TTC) und der Turn- und Gymnastikbund, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

„Es sollte ein Fest von Uedorfern für Uedorfer sein“, sagte Ortsvorsteher Bernd Marx. So wurde das jährliche Sommerfest des TTC kurzerhand in ein Jubiläumsfest umgewandelt und das Programm entsprechend erweitert. So verblüffte nicht nur der Zauberer Udini, indem er Sachen verschwinden ließ, auch die „Märchentante“ Christa Saamer zog in der Turnhalle Kinder und Erwachsene mit deutschen und internationalen Märchen in ihren Bann.

„Ich habe den Kindern auch erzählt, wie Siebenjährige vor 800 Jahren auch in Uedorf arbeiten mussten. Da fanden es doch alle einfach nur gut, zur Schule gehen zu dürfen“, sagte Saamer. Auf dem Innenhof der Förderschule heizte die „Midnight Skiffle Band“, deren Musiker aus Uedorf und den Nachbarorten stammen. Sie spielten Klassiker wie „Country roads“, „Bei mir bistu shein“ oder „Hello Mary Lou“.

12.000 Kotbeutel pro Jahr

Zu den Gästen zählten auch Bürgermeister Wolfgang Henseler, seine Stellvertreterin Petra Heller, die Landtagsabgeordneten Oliver Krauß und Jörn Freynick und Ortsvorsteher aus verschiedenen Bornheimer Orten. Sie alle warteten mit Spannung auf die Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers des Uedorfer Meilensteins. Einstimmig hatte sich die Jury – bestehend aus den ehemaligen Preisträgern – für Winfried Regh entschieden. „Er ist Ureinwohner Uedorfs, der sich für seinen Ort stets einsetzt“, sagte Marx anlässlich der Preisverleihung. Seit zehn Jahren kümmert sich der 62-Jährige um die Auffüllung der drei Hundekotbeutel-Stationen im Ort. 250 Euro bezahlen Winfried Regh und seine Frau Daniela Regh pro Jahr aus eigener Tasche für die rund 12.000 Beutel. Beim Gassi gehen mit ihren Yorkshire Terriern „Nelson“, „Junior“, „Jacki“ und „Timmi“ füllen sie die Stationen regelmäßig nach.

Die Auszeichnung war für den ehemaligen Chemiewerker und jetzigen Rentner eine große Überraschung. „Ich werde die Stationen weiterhin befüllen und hoffe, dass wir weniger Hundekot auf den Straßen haben“, sagte Regh.

Auf die nächsten 1000 Jahre

Bürgermeister Henseler gehörte zu den ersten Gratulanten. Zudem lobte er das vielfältige Engagement und die Aktivitäten des kleinen Orts, in dem schon vor 2000 Jahren Menschen gewohnt haben. „Man kann den Uedorfern nur wünschen, dass es die nächsten 1000 Jahre so weitergehen wird“, so Henseler.

Zahlreiche Gäste der Feier hatten vor der Preisverleihung noch einen Rundgang durch den Ort gemacht. 50 Haushalte zu sich zum Dorfflohmarkt angemeldet. Bei den sommerlichen Temperaturen wurde schließlich bis in die späten Abendstunden gefeiert. Nach der Verleihung des Meilensteins traten die Germania Funken des Tambour-Corps Germania Hersel, das Corps selbst und die Band „Joker Colonia“ auf.