Für 180 Mädchen und Jungen

Weihnachtsaktion im Bornheimer Rathaus eröffnet

Mädchen aus der Klasse 2 a der Johann-Wallraf-Schule schmücken die Bäume mit den Wunschzetteln und Anhängern.

Mädchen aus der Klasse 2 a der Johann-Wallraf-Schule schmücken die Bäume mit den Wunschzetteln und Anhängern.

Bornheim. Bürgermeister Wolfgang Henseler eröffnet im Bornheimer Rathaus die Weihnachtsaktion der Stadt für 180 Mädchen und Jungen aus finanziell benachteiligten Familien.

Es gibt Weihnachtswünsche, die kommen niemals aus der Mode – wie die neueste Spielekonsole, Playmobilfiguren, Puppen oder Bücher. Für die diesjährige Wunschbaumaktion der Stadt Bornheim haben 180 Kinder aus finanziell benachteiligten Familien ihre Wünsche fürs Fest aufgeschrieben. Die Karten hängen seit Mittwochmorgen an zwei Weihnachtsbäumen im Foyer des Rathauses.

Traditionsgemäß durften die Schüler der Johann-Wallraf- Grundschule die beiden Bäume mit den Wunschkärtchen und selbstgebastelten Christbaumanhängern schmücken. Innerhalb weniger Minuten hatten die Mädchen und Jungen der Klasse 2 a diese Aufgabe erledigt. Dazu sangen Dritt- und Viertklässler ein stimmungsvolles Medley mit Liedern wie „O Tannenbaum“ und „Wir schmücken jetzt den Weihnachtsbaum“.

„Es gibt weniger Rückmeldungen als in den vergangenen Jahren, aber nicht weniger Bedarf“, sagte Bürgermeister Wolfgang Henseler bei der Vorstellung der elften Auflage der Aktion. In früheren Jahren hingen immer mehr als 200 Zettel an den Bäumen. Im Vorfeld werden die Schulen, sozialen Einrichtungen und das Stadtteilbüro angesprochen, die die Kärtchen von Familien ausfüllen lassen, die sich sonst solche Geschenke nicht leisten könnten.

Wer sich an der Wunschbaumaktion beteiligen möchte, nimmt einen der durchnummerierten Anhänger von einem der Bäume und gibt diesen bei Marion Franken, Abteilung für Soziales, Senioren und Integration, in Zimmer 205 im Rathaus ab.

Klassiker sind Playmobil, Lego oder auch Fußbälle

Erst dort erfahren die Spender, welches Kind und welcher Wunsch sich hinter dem Kärtchen verbergen. Mitgeteilt werden dabei lediglich das Alter und der Vorname. Dadurch soll die Anonymität der Kinder und Familien gewahrt werden. Die Wünsche entsprechen meistens einem Wert von 20 bis 25 Euro. „Wir möchten, dass man sich auch an diesen Betrag hält“, erklärte Henseler.

Traditionell zog der Bürgermeister das erste Kärtchen vom Baum – Nummer 173. Es war der Zettel eines fünfjährigen Mädchens, auf dem das Geschicklichkeitsspiel „Pic 'n' Pop“ notiert war. „Die letzten Jahre musste ich immer ein ferngesteuertes Auto kaufen“, sagte Henseler. Oft finden sich unter den Wünschen Klassiker wie beispielsweise Playmobil, Lego oder auch Fußbälle, hat Franken beobachtet, die das Projekt betreut. Sonst sei vermehrt auch elektronisches Spielzeug angegeben worden – aktuell aber erstaunlicherweise wieder weniger.

Ein Kind hatte die Wunschbaumaktion genutzt, um nichts für sich selbst, sondern für sein noch ungeborenes Geschwisterchen zu wünschen.

Die Geschenke nimmt Marion Franken bis Freitag, 7. Dezember, im Rathaus entgegen. Die Geschenke sollten unverpackt abgegeben werden.

Weitere Informationen zur Aktion gibt es bei Marion Franken unter 02222/945244.