Schon 46 Mitglieder

Walburga-Gemeinschaft in Walberberg gegründet

Bornheim-Walberberg. Gläubige in Bornheim wollen den christlichen Glauben neubeleben und an die Heilige Walburga erinnern. Dazu haben sie am Sonntag zu deren Patroziniumsfeier eine eigene Gemeinschaft gegründet.

Die Neu- beziehungsweise Wiederbelebung des christlichen Glaubens ist das Ziel der am Sonntag neu gegründeten Walburga-Gemeinschaft in Walberberg.

Schon im vergangenen Jahr haben sich Gemeindemitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Walburga im Rahmen des 900-Jahr-Jubiläums zur ersten urkundlichen Erwähnung des Orts die Gründung einer solchen Gemeinschaft überlegt – am Tag der Patroziniumsfeier, die in diesem Jahr wegen Karneval nicht am 25. Februar, sondern diesen Sonntag gefeiert wurde – unterschrieben die zehn Gründungsmitglieder zum Abschluss der Festmesse die Urkunde.

Und die neue Gemeinschaft findet bei den Walberbergern große Resonanz. So haben sich 36 weitere Gläubige spontan als aktive und fördernde Mitglieder registrieren lassen. Wie zum Beispiel Margret und Josef Düx, die damit „die Tradition aufrechterhalten wollen“. Die neue Gemeinschaft tritt damit in die Fußstapfen der bereits 1777 gegründeten Bruderschaft, deren Aktivitäten, bis auf die vier Mal im Jahr stattfindenden Walburga-Andachten, in den 60er Jahren „eingeschlafen“ waren.

Viele Aktionen geplant

Vielfältig sind die religiösen und kulturellen Projekte, die die Gemeinschaft realisieren möchte. So sollen nicht nur Walburga-Veranstaltungen durchgeführt, sondern auch offene Angebote, die sich mit dem christlichen Glauben befassen, geschaffen und zugänglich gemacht werden.

Mit ihren Aktivitäten will die Gemeinschaft den Pfarrausschuss entlasten, denn „da ist die Personaldecke ziemlich dünn“, erklärte Hans Dieter Wirtz, Walburga-Kenner und Initiator der Gemeinschaft.

Viel haben sich die Mitglieder vorgenommen. So sollen nicht nur die Verehrung der Heiligen im Gebet und in der Liturgie gefördert und Gedenkveranstaltung vorbereitet, sondern auch Pilger bewirtet, Wallfahrten zur Walburga-Grabstätte in Eichstätt organisiert und ein Missionsprojekt in Deutschland oder Osteuropa im Sinne der Heiligen auf den Weg gebracht werden.

Besonders am Herzen liegt Wirtz ein Kunstprojekt, das der Eichstätter Bildhauer Rupert Fieger realisieren soll. Geplant ist ein Fries auf Aachener Blausteinplatten im Pfarrsaal, der mit der Darstellung von Fides (Glaube), Spes (Hoffnung) und Caritas (Liebe) an die wesentliche Aspekte in Walburgas Leben erinnern soll.

Rund 20000 Euro soll die künstlerische Arbeit kosten – Geld, das zum großen Teil mit den Einnahmen aus dem Kirchenkaffee, aber auch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen der neuen Gemeinschaft gedeckt werden soll.

Wer Interesse hat, aktives oder förderndes Mitglied zu werden, kann sich telefonisch an Hans Dieter Wirtz unter 0 22 22/8 13 59 oder per E-Mail unter hansdieterwirtz@t-online.de wenden.