Pläne für Neugestaltungen

Stadt kauft Flächen am Roisdorfer Bahnhof

Bei der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds soll auch die Parksituation verbessert werden.

Bei der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds soll auch die Parksituation verbessert werden.

Bornheim-Roisdorf. Zum einen will die Verwaltung weitere Parkplätze an der Straße Rosental schaffen, zum anderen soll das Stationsumfeld umfassend neu gestaltet werden. Wann es damit losgeht, ist allerdings noch offen.

Die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofsumfelds in Roisdorf schreiten voran. Wie der General-Anzeiger erfuhr, hat der Ausschuss für Stadtentwicklung im nicht-öffentlichen Teil seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche die Stadtverwaltung zum Kauf von Flächen im Umfeld des Bahnhofs ermächtigt. Verkäufer der Flächen ist dem Vernehmen nach das Unternehmen Landgard.

Mit Blick auf die Nicht-Öffentlichkeit des Tagesordnungspunktes zeigte sich Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler auf eine Anfrage des General-Anzeigers zurückhaltend. Er bestätigte zwar den Kauf der Flächen. Um welchen Bereich es sich konkret handelt, teilte er aber ebenso wenig mit wie die mit dem Kauf verbundenen Kosten. In der Vergangenheit war allerdings die Rede davon, dass die Stadt gerne auf dem Gelände des ehemaligen EMKA-Markts Parkmöglichkeiten einrichten will.

Ohne Fördergelder geht es nicht

Henseler sprach im Zusammenhang mit dem politischen Beschluss von einem „Meilenstein“. Bekanntlich will die Stadt Bornheim auf der rückwärtigen Seite des Bahnhofs die Parkmöglichkeiten verbessern und neue Stellplätze schaffen. Henseler nannte hierbei Park-and-ride-Plätze sowie eine eventuelle Mobilstation, also einen Ort, an dem verschiedene Verkehrsmittel miteinander verknüpft werden: Auto- und Radverkehr sowie Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Ein Ziel solle sein, dass auf der Bahnhofseite zum Ortskern hin möglichst keine Autos mehr parken, so Henseler.

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds beschäftigt Stadt und Politik seit geraumer Zeit. Unter anderem hatte im Juli eine Bürgerwerkstatt im Rathaus stattgefunden, an der allerdings nur knapp 50 Personen teilgenommen hatten. Diese hatten sich unter anderem für einen Kiosk sowie die Verbesserung der ÖPNV-, Beleuchtungs- und Parksituation ausgesprochen. Auch wurde die Forderung nach Barrierefreiheit laut. Bornheims Erster Beigeordneter Manfred Schier hatte damals erläutert, dass die Anregungen aus der Bürgerschaft in das Bauleitplanverfahren einfließen sollen.

Wann die Neugestaltung beginnt, ist indes noch offen. Henseler sagte nun, dass Fördergelder notwendig seien. Eine zeitliche Perspektive fehlt auch für die Modernisierung des eigentlichen Bahnhofs. Dafür sind die Deutsche Bahn beziehungsweise der Zweckverband Nahverkehr Rheinland zuständig.