Spargel in Bornheim

Spargelsaison endet am Wochenende

Durch diese Schablone soll der Spargel passen (v. l.): Andrea und Leonhard Palm mit Michael, Wilhelm und Matthias Mertens bei der Zertifizierungskontrolle auf dem Gemüsehof Mertens in Hersel.

Durch diese Schablone soll der Spargel passen (v. l.): Andrea und Leonhard Palm mit Michael, Wilhelm und Matthias Mertens bei der Zertifizierungskontrolle auf dem Gemüsehof Mertens in Hersel.

BORNHEIM. Morgen ist Spargelsilvester: Zum Johannistag am 24. Juni endet traditionell die Ernte des beliebten Gemüses. Für die Bornheimer Anbauer waren die Erträge der Saison durchschnittlich.

Durch die kühlen Temperaturen zu Saisonbeginn und die zum Teil heftigen Regenfälle, die den Boden deutlich abkühlen ließen, sei der Ertrag in dieser Saison „eher unterdurchschnittlich“, meldet die Landwirtschaftskammer NRW.

Die Bilanz von Leonhard Palm, Vorsitzender des Vereins Bornheimer Spargelanbauer, fällt nicht so negativ aus: Die Saison sei „durchschnittlich“ gewesen, sagt der Uedorfer Biobauer. Aufgrund des kühlen Wetters in der ersten Maiwoche startete die Ernte vergleichsweise spät. „Im Mai war es etwas trocken, im Juni war es dann zu viel Wasser“, sagt Palm. Zum Teil habe das Wasser in den Gräben gestanden. „Aber der Spargel ist noch vernünftig gewachsen, war vernünftig dick.“ Auswirkungen auf den Geschmack habe das nicht gehabt, entscheidender sei dafür die Witterung: „Wenn es zu kalt ist, wächst der Spargel langsamer, dann wird er bitterer“, erklärt Palm.

Der viele Regen zuletzt habe teils dazu geführt, dass der Spargel „berosteter“ gewesen sei, „weil reichlich Wasser im Boden war“, sagt Maria Saß. Die Uedorfer Landwirtin bewertet die Saison ebenfalls als „mittelmäßig“. Die Preise seien „normal“ gewesen: „Anfangs lagen sie über zehn Euro, dann ging es auf acht Euro runter und jetzt klettern sie wieder auf neun Euro“, zumal das Angebot kleiner werde.

Aufgefrischt hat der Verein der Spargelanbauer den Schutz für die geografische Angabe „Bornheimer Spargel“. Anfang Juni führte die zuständige Zertifizierungsstelle eine Kontrolle beim Verein sowie auf zwei angehörigen Betrieben durch. Wie Palm mitteilt, wurden keine Abweichungen festgestellt, sodass der Verein erneut für zwei Jahre das Zertifikat erhalten hat, das Etikettenschwindel verhindern soll: Was als Bornheimer Spargel verkauft wird, soll auch Bornheimer Spargel sein.

„Wir wollen uns selbst vor Missbrauch durch Dritte schützen“, erklärt Saß, auf deren Hof ebenfalls kontrolliert wurde. Dieses Wochenende ist Bornheimer Spargel noch zu haben: Die meisten der Anbauer planten, die Saison am Sonntag zu beenden, sagt Palm.