Online-Kita-Navigator

So steht es um die Kita-Plätze in Bornheim

Alles in allem 1755 Plätze sieht die Planung für das Kindergartenjahr 2018/19 vor.

Alles in allem 1755 Plätze sieht die Planung für das Kindergartenjahr 2018/19 vor.

Bornheim. Um dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht zu werden, schafft die Verwaltung zum Kindergartenjahr 2018/19 in Hersel, Hemmerich und Bornheim fünf neue Gruppen.

Der Blick in den Briefkasten ist bei Bornheimer Eltern von Kleinkindern derzeit mit Spannung verbunden: Haben sie für ihren Nachwuchs einen Platz in der favorisierten Kita erhalten oder nicht? Weil das Anmeldeverfahren noch bis zum 15. April läuft, konnte die Verwaltung im Jugendhilfeausschuss am Dienstagabend auf die Frage von CDU-Fraktionschefin Petra Heller, wie viele Kinder auf der Warteliste stehen, noch keine Antwort geben.

Grund dafür ist das System des Online-Kita-Navigators, bei dem Eltern ihre Kinder in bis zu fünf Einrichtungen vormerken lassen können. Nun muss erst der Rücklauf abgewartet werden.

Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, stehen in Bornheim für das Kindergartenjahr 2018/19 insgesamt 1755 Kita-Plätze zur Verfügung. 411 davon können von Kindern unter drei Jahren belegt werden. 48 sind integrative Plätze. Zusätzlich können 130 Kinder in der Tagespflege betreut werden.

Um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zu gewährleisten, muss in Bornheim bis zum Sommer allerdings noch einiges geschehen. Denn die kalkulierten 1755 Plätze beinhalten zwei Kita-Neueinrichtungen und eine Erweiterung. So erhält die Hemmericher Kita „Burgwiese“ eine zweite Gruppe. Des Weiteren werden zwei Gruppen für alles in allem 30 Kinder (16 U 3-Plätze) provisorisch in Containern an der Herseler Allerstraße eingerichtet. Die Trägerschaft hat die Lebenshilfe übernommen.

Stadt erlebt rasantes Wachstum

Zusätzlich wird die ehemalige Kita an der Bornheimer Secundastraße wieder genutzt, die 2016 zugunsten der neuen Kita an der Rilkestraße aufgegeben wurde. Geplant sind zwei Gruppen für 40 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Die früheren Kita-Räume müssen an die Anforderungen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) angepasst werden.

„Die Secundastraße soll eine Übergangslösung sein“, erklärte Sozialdezernentin und Beigeordnete Alice von Bülow. Angestrebt wird eine Fortführung des Betreuungsangebots an einem anderen Standort. Wie berichtet, sieht die Verwaltung für den Sozialraum Bornheim-Brenig-Roisdorf neun zusätzliche Gruppen vor. Im Neubaugebiet Bo 24 am Hexenweg ist bereits eine Fläche für eine sechsgruppige Kita vorgesehen.

Ein Standort für weitere drei Kindergartengruppen ist bisher noch nicht ausgemacht. Im Blick hat die Verwaltung den Ankauf von Flächen im Bereich des Roisdorfer Maarpfades. Ein entsprechender Beschlussentwurf, mit dem der Jugendhilfeausschuss den Ankauf von Flächen im Bereich des Maarpfades empfehlen sollte, wurde kurzfristig von der Tagesordnung genommen. Eine klärende Stellungnahme soll nun in der nächsten Ausschusssitzung erfolgen.

Gerungen wurde im Jugendhilfeausschuss auch um den Sozialraum Merten, Rösberg und Hemmerich. Wie berichtet, fordert die CDU in der Diskussion um den Schulstandort Merten einen Neubau der Sekundarschule nördlich der Händelstraße. In den frei werdenden Räumen soll eine Kindertagesstätte eingerichtet werden.

Auf Antrag von Lutz Wehrend soll die Verwaltung darüber hinaus die rechtlichen Kriterien für Umbauten im Bestand klären. Die SPD fordert eine eigene Kita für den Ort Rösberg, wo bislang noch keine Einrichtung existiert.

„Bornheim erlebt ein rasantes Wachstum“, fasste von Bülow zusammen. Die nach der Kindergartenbedarfsplanung bis 2021 angestrebten 22 neuen Gruppen seien „noch nicht das Ende“, sagte sie. „Alle Standorte, die wir realisieren können, werden wir auch realisieren.“ Die Ausschussmitglieder forderten verlässliche Zahlen für die Planung. Reihenfolge und Geschwindigkeit der Entwicklung von Baugebieten müssten klar sein, damit die Infrastruktur mithalten könne. „Baugebiete lassen sich planen“, sagte von Bülow mit Verweis auf den Stadtentwicklungsausschuss. Das Problem sei die Nachverdichtung, die das Wachstum noch beschleunige. „Wir müssen schnell, aber sorgsam handeln.“