Angebliche Attacke auf 14-Jährige

Sexueller Übergriff in Bornheim war frei erfunden

Bornheim-Walberberg. Am Mittwochabend hatte eine 14-Jährige der Polizei gemeldet, auf einem Feldweg in Bornheim von einem Maskierten attackiert worden zu sein. Der Angriff hat jedoch nie stattgefunden.

Die Bonner Polizei hat am Donnerstagmittag mitgeteilt, dass der sexuelle Übergriff auf ein 14-jähriges Mädchen auf einem Feldweg zwischen der Hauptstraße in Walberberg und dem Holzweg in Merten nicht stattgefunden hat. Die Jugendliche, die in Begleitung einer Freundin war, habe den Vorfall frei erfunden. Die Fahndungsmaßnahmen wurden eingestellt.

Die 14-Jährige hatte vorgegeben, gegen 17.45 Uhr am Mittwochabend auf dem Feldweg von einer maskierten männlichen Person attackiert worden zu sein. Der Täter wäre plötzlich hinter einem Gebüsch hervorgesprungen. Dann habe er der 14-Jährigen ins Gesicht geschlagen, sie umklammert und „in unsittlicher Art und Weise“ berührt. Nachdem sie ihren Eltern von dem Vorfall berichtete, informierten diese umgehend die Polizei.

Diese hatte daraufhin das Gebiet rund um den mutmaßlichen Tatort durchsucht und bei der Suche nach dem Täter auch einen Suchhund eingesetzt. „Für uns ergab sich natürlich ein gewisser Zeitdruck, da uns ein erhebliches Geschehen und auch sehr konkrete Fahndungsmerkmale genannt wurden. Außerdem gab es eine größere Beunruhigung in der Bevölkerung“, so Robert Scholten, Sprecher der Bonner Polizei. Bei den Ermittlungen ergaben sich jedoch keine anderen Hinweise von Anwohnern oder Passanten zu dem Geschehen. „Im Zuge der qualitativen Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats wurden dann alle Schilderungen der beiden Jugendlichen noch einmal untersucht und auch die Beteiligten noch einmal angehört“, so Scholten weiter. Dabei habe sich dann herausgestellt, dass das geschilderte Geschehen frei erfunden war.

Aufgrund des jugendlichen Alters der beiden Mädchen macht die Polizei keine Angaben darüber, warum die 14-Jährige den Vorfall erfand. „Wir schließen die Ermittlungen jetzt ab und werden mit der Staatsanwaltschaft das weitere Vorgehen mit Blick auf die beiden Freundinnen abstimmen“, so Scholten.