Auftritt in Roisdorf

Rumba im Seniorenheim in Bornheim

Auf einen Blick: Die stellvertretende Hausleiterin Bernadette Schliwinski (2.v.r.) mit (v.l.) Niklas Laufkötter, Sarah Jakobs, Tim Droth, Evelyn Banmann, Tobias Wolf, Barbara Meschig, Daniel Paul und Mike Klein.

Auf einen Blick: Die stellvertretende Hausleiterin Bernadette Schliwinski (2.v.r.) mit (v.l.) Niklas Laufkötter, Sarah Jakobs, Tim Droth, Evelyn Banmann, Tobias Wolf, Barbara Meschig, Daniel Paul und Mike Klein.

Bornheim-Roisdorf. Das Team der Bornheimer Europaschule, das bei der deutschen Meisterschaft der Tanzenden Schulen im Juni den Titel holte, besucht die Bewohner der Roisdorfer Einrichtung St. Josef.

Mit Packpapier, damit die Absätze nicht im Pflaster steckenblieben, war die Tanzfläche im Innenhof des Seniorenhauses St. Josef in Roisdorf ausgelegt. Zahlreiche Bewohner saßen am Rand, andere warteten an den Fenstern und auf den Balkonen. Denn schließlich präsentierten sich dort zum ersten Mal die Deutschen Meister im Tanzen.

Wie berichtet, hatten im Juni zehn Bornheimer Europaschüler bei der deutschen Meisterschaft der Tanzenden Schulen in Maintal nahe Frankfurt den Titel geholt. In Roisdorf begeisterten sie schon mit ihrem ersten Tanz – einer Rumba – ihr Publikum. Bis auf Sarah Jakobs hatten die Gewinner parallel zu ihrem intensiven, monatelangen Training in Freistunden, an Wochenenden und Feiertagen ihr Abitur an der Europaschule gemacht.

Tanzpartnerin erkrankt

Die Idee zu dem Auftritt hatte Evelyn Banmann, die im Heim seit einiger Zeit als Küchenhilfe jobbt und mit dem Auftritt den Bewohnern eine Freude machen wollte. „Toll“, fand die 82-jährige Maria Krings, dass „die jungen Leute deutschlandweit die besten Tänzer sind“. Konzentriert beobachtete sie, wie die 18 bis 20 Jahre alten Männer mit ihren Tanzpartnerinnen über die Fläche wirbelten. Die Musik hatte die Mannschaft um Lehrer und Trainer Tobias Wolf mitgebracht, die Rolle des DJ übernahm Mike Klein, dessen Tanzpartnerin erkrankt war.

„Für die jungen Leute war es selbstverständlich, hier aufzutreten“, meinte Wolf. Trotz der sommerlichen Temperaturen war den Abiturienten der Spaß deutlich anzumerken. Sie alle trainieren mittlerweile im Tanzsportkreis St. Augustin. „Tanzen ist durchaus ein guter sportlicher Ausgleich, da es auch ziemlich anstrengend ist“, meinte der 19-jährige Tim Droth. Zwei Jahre lang haben er und seine Schulkameraden den Tanzsport als AG-Fach belegt. Schon 2017 wurden die Bornheimer im Bundeswettbewerb Vizemeister, auf den Titel 2018 sind sie besonders stolz. „Wir sind alle ehrgeizig und haben alles daran gesetzt, um Deutsche Meister zu werden“, betonte Daniel Paul.