Kindergärten in Bornheim

Planung für das nächste Jahr

Alles in allem 1666 Plätze, davon 47 Inklusionsplätze, stehen im kommenden Kindergartenjahr im Stadtgebiet zur Verfügung.

Alles in allem 1666 Plätze, davon 47 Inklusionsplätze, stehen im kommenden Kindergartenjahr im Stadtgebiet zur Verfügung.

Bornheim. Bei der Vergabe von Kita-Plätzen sind 45-Stunden-Plätze sind stark gefragt. Das gilt vor allem für den U 3-Bereich, während die 25-Stunden-Betreuung in Bornheim kaum noch genutzt wird.

Während sich die Vorschulkinder in Bornheim langsam, aber sicher auf den Abschied vom Kindergarten vorbereiten, stehen ihre Nachfolger bereits in den Startlöchern. Bis 15. März muss der örtliche Jugendhilfeträger gegenüber dem Land verbindlich mitgeteilt haben, für wie viele Kinder in welchen Gruppenformen und Betreuungszeiten im nächsten Kindergartenjahr Landeszuschüsse in Anspruch genommen werden. Entsprechend der Rückmeldungen aus den Bornheimer Kitas wurden in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses Gruppenformen und Buchungszeitkontingente beschlossen.

Insgesamt stehen im Stadtgebiet im kommenden Kindergartenjahr 1666 Plätze (davon 47 Inklusionsplätze) zur Verfügung. 1287 davon werden von Kindern zwischen drei und sechs Jahren belegt. 379 Plätze gibt es für Kinder unter drei Jahren. 130 Plätze sind für die Betreuung von Mädchen und Jungen in der Kindertagespflege vorgesehen.

Darüber hinaus hat die Jugendhilfeplanung sicherzustellen, dass der Anteil der Pauschalen für über dreijährige Kinder, die wöchentlich 45 Stunden betreut werden, den des Vorjahres nicht um mehr als vier Prozentpunkte übersteigt. Im Bornheimer Stadtgebiet sind für das nächste Kindergartenjahr 810 45-Stunden-Plätze für Ü 3-Kinder gebucht. Dies entspricht einem Anteil von 62,9 Prozent und einer Steigerungsquote von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Betrachtet man die reinen U 3-Gruppen, stehen 30 35-Stunden-Plätze 189 45-Stunden-Plätzen gegenüber. Aus den Meldungen der Kitas geht weiterhin hervor, dass das 25-Stunden-Betreuungsangebot in Bornheim kaum noch genutzt wird. Es werden lediglich zwei Plätze für das gesamte Stadtgebiet angegeben. Insgesamt gesehen entscheidet sich der weitaus größte Teil (1103 von insgesamt 1666) der Eltern für eine 45-stündige Betreuung pro Woche.

Auf die Frage von Stefanie Schmelzer von der Sozialberatung des Diakonischen Werks, wie viele Eltern für das nächste Kindergartenjahr noch keinen Kita-Platz gefunden hätten, konnte Bornheims Beigeordnete Alice von Bülow noch keine abschließende Antwort geben, da die Vergabephase noch nicht abgeschlossen sei.

Erweiterung einzelner Kitas geplant

Den hohen Bedarf an Plätzen, beispielsweise an der Rheinschiene, habe man aber im Blick. Wie der General-Anzeiger berichtete, wird darüber nachgedacht, die ursprünglich zur Flüchtlingsunterbringung angeschafften Container an der Allerstraße in Hersel zu einer provisorischen Kita umzufunktionieren, bis der geplante Bau einer neuen Einrichtung in den Rheinorten fertig ist. Fortsetzen will die Stadt auch die Erweiterung einzelner Kitas. Im vergangenen Jahr konnten in der Kita „Sonnenstrahl“ der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Bornheimer Siefenfeldchen die Ausbaumaßnahmen abgeschlossen werden. Die Kita ist auf fünf Gruppen erweitert worden.

Für das Kindergartenjahr 2017/2018 ist die Erweiterung der Kindertageseinrichtung St. Joseph in Kardorf in katholischer Trägerschaft avisiert. Die ehemals zweigruppige Einrichtung wird dann über vier Gruppen verfügen. Sollte Personal gefunden werden, kann die Aufnahme zusätzlicher Kinder bereits zu Beginn des Kindergartenjahres 2017/2018 erfolgen. Ebenfalls ab Sommer können in der Kita „Sonnenblume“ an der Walberberger Margaretenstraße, die sich in städtischer Trägerschaft befindet, fünf Gruppen vorgehalten werden.

Damit die Kita „Burgwiese“ in Hemmerich auch U 3-Plätze anbieten kann, erfolgt hier eine Änderung der Gruppenform zum nächsten Kindergartenjahr. Die ursprüngliche Gruppenform II (20 bis 25 Plätze für Kinder über drei Jahren) ist in eine Gruppenform I (Kinder zwischen zwei und sechs Jahren) umgewandelt worden.

Neue Familienzentren sollen dagegen vorerst nicht entstehen, da sich deren Förderung durch das Land auf Gebiete mit besonderem Bildungs- und Armutsrisiko konzentrieren soll. Stadtweit verfügt Bornheim über sechs solcher Einrichtungen. Zuletzt wurde die freiwillige Förderung des Landes in der Kita St. Aegidius Hersel umgesetzt.