Spielstätte an der Erftstraße

Neuer Fußballplatz für Hersel in diesem Jahr

Auf dieser Fläche soll der Kunstrasenplatz entstehen.

Bornheim-Hersel. Ein weiterer Schritt in Richtung neuer Sportplatz ist getan. Der Umweltausschuss der Stadt Bornheim hat dem Rat einstimmig die Offenlage des Bebauungsplans für den Herseler Sportplatz empfohlen.

"Ich bin so optimistisch zu hoffen, dass wir noch in diesem Jahr den ersten Spatenstich machen", sagte Bürgermeister Wolfgang Henseler im Ausschuss.

Wenn der Rat die Offenlage wie empfohlen beschließt, könne noch vor den Sommerferien, spätestens jedoch nach den Ferien, der Satzungsbeschluss erfolgen, sagte der Bürgermeister. Dann müsse noch das Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden, bevor die Bagger rollen können. Zurzeit sei die Stadt auch noch im Gespräch mit dem Verein wegen der Nutzung des Geländes für das Junggesellenfest. "Wir wollen aber in jedem Fall so schnell wie möglich mit dem Bau der Anlage beginnen", sagte Henseler.

Der derzeitige Herseler Sportplatz an der Bayerstraße wird mehrfach im Jahr vom Rheinhochwasser überflutet. Der Platz muss nach jedem Hochwasser wieder hergerichtet werden. Außerdem liegt der Platz im Landschaftsschutzgebiet. Wegen der hohen Kosten hat die Stadt nach jahrelanger Suche einen geeigneten Standort gefunden.

Auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar soll ein Kunstrasenplatz an der Erftstraße gegenüber vom Friedhof errichtet werden. Neben dem eigentlichen Sportplatz sind frei zugängliche Freizeitflächen, eine Beachvolleyballanlage und ein Parkplatz geplant. Um den Verkehr aufnehmen zu können, ist vorgesehen, die Erft-straße auf 5,50 Meter zu verbreiternt und einseitig einen zwei Meter breiten Fußweg anzulegen.

Bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit haben lediglich fünf Bürger Anregungen und Bedenken vorgetragen. Die Bürger kritisierten die Beeinträchtigung für die Landwirtschaft und die schlechte Erreichbarkeit des Platzes vor allem für Kinder und Jugendliche. Um von Hersel zum Sportplatz zu gelangen, ist die stark befahrene Elbestraße zu überqueren.

Die Verwaltung verwies darauf, dass der Landesbetrieb Straßen die vorhandene Querungshilfe auf der Elbestraße für ausreichend hält. Parallel zum Planverfahren werde die Situation auf der Kreuzung Erft-, Elbe- und Richard-Piel-Straße mit dem Ziel einer Bedarfsampel für Fußgänger und Radfahrer untersucht.

Außerdem wurde auf die Gefahr von Setzungen hingewiesen. Das Areal befindet sich im Bereich einer verfüllten Kiesgrube. Ob diese auch vom NABU benannte Gefahr nicht real sei, fragte Stefan Klein von der FDP. In der Tat spreche auch das Baugrundgutachten von Setzungen von bis zu einem halben Meter, sagte Stadtverwaltungsdirektor Gerhard-Josef Brühl.

Deshalb empfehle der Gutachter Verdichtungs- und andere Bodenverbesserungsmaßnahmen. Wenn das geschehe, ist mit keinen Setzungen zu rechnen. Auch der Planungsausschuss beriet in seiner gestrigen Sitzung über den Bebauungsplan für den Herseler Sportplatz. Auch die Mitglieder des Planungsausschusses haben am Mittwoch dem Rat die Offenlage des Plans empfohlen.

Der Stadtrat berät am Donnerstag ab 18 Uhr im Ratssaal des Bornheimer Rathauses, Rathausstraße 2, in Roisdorf.