Nachwuchs für Brandschützer

Neue Kinderfeuerwehr Rösberg ist jetzt ausgestattet

Wie die Großen: Die Kinder gehen im Gerätehaus schon mal in Lösch-Position.

Wie die Großen: Die Kinder gehen im Gerätehaus schon mal in Lösch-Position.

Bornheim-Rösberg. Die zehn Mädchen und Jungen der neu gegründeten Kinderfeuerwehr Rösberg haben jetzt Uniformen. Nach Walberberg bilden sie die zweite Gruppe im Bornheimer Stadtgebiet. Und auch die Herseler überlegen, dem Beispiel zu folgen.

Für Nele, Hannah und Jonas ist die Feuerwehr das Größte. Vor allem, seit im Januar die Kinderfeuerwehr der Löschgruppe Rösberg an den Start gegangen ist, zu deren Mitgliedern die drei zählen. Am Donnerstag wartete der nächste Höhepunkt auf sie: Im Gerätehaus an der Weberstraße wurden sie mit Helm, blauer Hose, einem Blouson mit orangenfarbenem Schulterbesatz und Handschuhen ausgestattet. Damit tragen sie nun dieselbe Kleidung wie ihre Kameraden aus der Jugendfeuerwehr. Möglich machte es eine Spende der Volksbank Köln Bonn über 600 Euro.

Jonas ist denn auch ziemlich stolz auf sein neues Outfit. „Ich möchte Menschen helfen. Und da es bei uns im Dorf keine Kinderfeuerwehr gibt, bin ich hier eingetreten“, meinte der Sechsjährige aus Merten-Heide selbstbewusst. Er ist einer der acht Jungen und zwei Mädchen, die sich einmal im Monat im Gerätehaus treffen, um einen ersten Einblick in die Geräte- und Fahrzeugkunde zu erhalten, wobei Spiel und Spaß im Vordergrund stehen.

Den Nachwuchs betreuen Ann-Kathrin Thies und Julia Schwan, die als Erzieherinnen in den Hemmericher und Walberberger Kindertageseinrichtungen „Burgwiese“ und „Sonnenblume“ arbeiten. „Wir brauchten dazu Leute, die ein pädagogisches Konzept mitbringen“, unterstrich Löschgruppenführer Sebastian Mehlitz.

Es gibt bereits eine Warteliste

Für die Einrichtung einer Kinderfeuerwehr entschieden sich die Rösberger schon im September 2017. Ein Jahr lang wurde ein Konzept erstellt, bis am 1. Januar 2019 schließlich die Gründung anstand.

Die Sechs- bis Neunjährigen kommen aus Rösberg, Hemmerich und Merten-Heide und sind seit ihrer ersten Gruppenstunde im Februar mit Feuereifer dabei.

Mit den Rösbergern existiert im Bornheimer Stadtgebiet nun nach Walberberg die zweite Kinderfeuerwehr. Auch Hersel trägt sich mit dem Gedanken – „aber das wird noch dauern. Sie sind noch in der Konzeptplanung“, erklärte Bornheims Feuerwehrsprecher Ulrich Breuer.

Das Interesse an der Wehr ist da. Bisher stehen schon sechs Kinder auf der Warteliste. Das Einzugsgebiet soll sich auf Rösberg, Hemmerich und Merten-Heide beschränken, da sich dort das soziale Umfeld der Kinder abspielt.

Dass nur zwei Mädchen in der Truppe mitmachen, stört Hannah in keiner Weise. „Ich bin eingetreten, um zu sehen, wie es in der Feuerwehr so ist. In der Schule wurden Flyer verteilt. Da wusste ich, dass ich dahin will“, so die Siebenjährige aus Merten-Heide. Jeder von ihnen hat ein Heft mit den künftigen Veranstaltungen erhalten, dazu eine Stempelkarte für die Anwesenheit. Nele, Hannah und Jonas freuen sich jetzt bereits auf den Boule-Cup Ende des Monats. Und am Tag der offenen Tür ihrer Wehr können sie in ihren neuen Uniformen glänzen.