Trimborn-Hof in Rösberg

Neue Besitzer für das Café

BORNHEIM-RÖSBERG. Das Mertener Ehepaar Gesine Riebesehl-Eckertz und Rolf Eckertz hat die Anlage an der Hemmergasse gekauft und will das Café samt Kulturprogramm fortführen. Am Samstag, 21. Januar, wird die Neueröffnung gefeiert.

Nun hat es doch noch geklappt, und das ganz schön schnell: Der Trimborn-Hof hat seit 1. Januar neue Besitzer, die das zugehörige Café samt Kultur- und Musikprogramm fortführen möchten. Das Mertener Ehepaar Gesine Riebesehl-Eckertz und Rolf Eckertz hat den Rösberger Vierkanthof von Christiane Romboy übernommen. Am Samstag, 21. Januar, ab 16 Uhr wollen sie an der Hemmergasse Eröffnung feiern.

Noch im November war unklar gewesen, ob Romboy einen Käufer finden würde, der den Cafébetrieb und damit den beliebten Treffpunkt in dem kleinen Höhenort aufrechterhält. Gescheitert war zuvor das Vorhaben einer Investorengruppe, die das Café verpachten und die Scheune des Hofs zu Wohnzwecken oder für Büroräume ausbauen wollte. Die Stadt hielt die Pläne jedoch nicht für vereinbar mit dem Baugesetzbuch. Auf einen Kompromiss hatten sich Interessenten und Verwaltung allerdings nicht einigen können.

Bisherige Inhaber ist überglücklich mit ihren Nachfolgern

„Es war Liebe auf den ersten Blick“, schwärmt die neue Cafébetreiberin Gesine Riebesehl-Eckertz (53) vom Ambiente des Trimborn-Hofs. Dabei hätten sie hier beim Lichterfest in der Adventszeit eigentlich nur einen Glühwein trinken wollen, schildert ihr Mann Rolf Eckertz (67) , wie sie mit Christiane Romboy ins Gespräch kamen. Die bisherige Inhaberin des Hofs ist „überglücklich“, dass sie „ihr Baby“ nun – wie erhofft – samt Café, dessen Betrieb ihr neben ihrer Berufstätigkeit als Übersetzerin zu viel geworden war, abgeben kann: „Ich könnte mir keine besseren Nachfolger vorstellen“, meint Romboy.

Sie seien schon länger auf der Suche nach einem solchen Objekt gewesen, erzählt Riebesehl-Eckertz. Den Wirbel um die Zukunft des Trimborn-Hofs, der zeitweise auch die politischen Gremien beschäftigte, hätten sie im General-Anzeiger verfolgt. Bisher führte die gelernte Speditions- und Molkereifachfrau ein Lädchen mit Gewürzen, Honigspezialitäten, Likören und Dekoartikeln auf der Burg Satzvey. 2008 habe sie angefangen, ihr Hobby zum Beruf zu machen und zunächst unter dem Namen „Mertener Früchtchen“ Marmeladen auf Eventmärkten verkauft.

Kulturfrühstück, Märchenstunde, Musikprogramm und Lesungen bleiben erhalten

Der gemeinsame Traum mit ihrem Mann, der bis zu seinem Ruhestand als Diplom-Kaufmann in einem Software-Unternehmen unter anderem für die Lebensmittelindustrie tätig war, sei es gewesen, einen Hof zu haben, „in dem wir Arbeit, Leben und Hobby vereinen können“. Das hoffen beide, nun im Trimborn-Hof gefunden zu haben.

„Erst mal bleibt alles, wie es ist“, sagt Rolf Eckertz. Das Personal und einen Teil des Café-Mobiliars will das Ehepaar, das eine 19-jährige Tochter hat, übernehmen. Auch das Kulturfrühstück, die Märchenstunde sowie Musikprogramm und Lesungen wollen beide fortführen. Zudem kann sich Riebesehl-Eckertz „einen kleinen Shop“ mit ihrem Sortiment aus Satzvey sowie eine Pflanzentauschbörse im Frühjahr vorstellen. Ebenfalls möchte sie ihre Kontakte zu Eventmarktbetreibern nutzen. Die Konzession für das Café hat sie bereits bei der Stadt beantragt.

Eine neue Kühltheke soll Tortengenuss bieten

„Mich freut das“, sagt Bürgermeister Wolfgang Henseler. Solange der Betrieb im derzeitigen Umfang weiter laufe, habe er keine Bedenken. Es gehe ja nun auch nicht mehr um bauordnungsrechtliche Fragen. „Die Voraussetzungen für die Schankerlaubnis müssen aber natürlich erfüllt werden“, so Henseler. Die Stadt werde dann auch das Gespräch suchen, um wie bisher Trauungen im Trimborn-Hof anbieten zu können.

Ein Knackpunkt im Streit mit den früheren Interessenten um den Umbau des Hofs war die Scheune, in der nach Auffassung der Stadt nur eine Neben- und keine Hauptnutzung für Wohnen oder Gewerbe erlaubt ist. Eine weitere Toilette, Radständer und vielleicht eine Spielecke mit Dartscheibe könnten sich Eckertz hier vorstellen.

Bis zur Eröffnung gilt es für das Paar nun noch, eine neue Kühltheke für Kuchen einzubauen. Die Torten möchte Riebesehl-Eckertz gerne selbst kreieren. „Ich backe gerne“, sagt sie. „Und ich bin leidenschaftlicher Kuchenesser“, freut sich ihr Mann.