Interview

Musiker Björn Heuser hilft bei Zirkusprojekt an Sechtemer Schule

Das Gitarre- und Bass-Spielen brachte er sich mit zehn Jahren selbst bei: Björn Heuser.

Das Gitarre- und Bass-Spielen brachte er sich mit zehn Jahren selbst bei: Björn Heuser.

Bornheim-Sechtem. Der Kölner Musiker und Komponist Björn Heuser füllt mit seinen Mitsingkonzerten auf Kölsch mittlerweile große Hallen in der Region. Am Donnerstag, 17. Mai, macht er bei der Zirkusprojektwoche der Wendelinus-Schule in Sechtem Station.

Sie singen normalerweise vor einem sehr viel größeren Publikum. Wie kommt es, dass Sie jetzt innerhalb der Projektwoche der Wendelinus-Schule auftreten?

Björn Heuser: Tatsächlich gebe ich inzwischen sehr viele große Konzerte, aber man darf nie vergessen, wo man herkommt. Als ich vor 20 Jahren angefangen habe, Musik zu machen, spielte ich hauptsächlich in ganz kleinen Locations. Manchmal nur für 20 Personen. Man darf nicht vergessen, dass ich ohne diese kleinen Konzerte keine großen spielen könnte. Deswegen picke ich mir immer besondere Anfragen auch von kleineren Events raus. Und bei dieser Anfrage dachte ich mir: „Das klingt super!“ Zirkuszeltatmosphäre ist immer etwas Besonders – das mach' ich.

Wie wird sich das Konzert von Ihren sonstigen unterscheiden?

Heuser: Mein großes Ziel ist es immer, dass die Leute, die die Konzerte besuchen, glücklich rausgehen und sich vielleicht auch Ballast von der Seele gesungen haben. Dabei ist es letztlich egal, ob es jetzt 50, 300 oder 20 000 Leute sind. Denn mir ist jeder einzelne Mensch wichtig. Es entsteht immer ein Gänsehautgefühl – deswegen ist der Unterschied gar nicht mal so riesig.

Was erwartet die Besucher bei einem kölschen Mitsingkonzert?

Heuser: Ein Mitsingkonzert ist viel aktiver als ein normales. Die Besucher sind herzlich eingeladen, mitzusingen. Jeder bekommt ein Textheft, um mitzusingen. Ich spiele auch große Hits, die Freunde der kölschen Musik ohnehin auswendig können wie Lieder der Bläck Fööss. Die Mischung besteht also aus einigen neuen Liedern und alten großen Hits. Es ist für jeden etwas dabei.

Auf Ihrer Internetseite steht, dass Sie Berufskölner sind. Ist das Konzert auch etwas für Nicht-Kölner?

Heuser: Ja natürlich! Der Begriff „Berufskölner“ wurde von Kollegen vor 20 Jahren geprägt. Denn alles, was ich tue, hat mit Köln und Kölsch zu tun. Ich habe zum Beispiel als Lehrer Kindern Kölsch beigebracht. Aber natürlich ist das Konzert auch etwas für Nicht-Kölner, dafür gibt es ja das Textheft. Es kommen immer wieder Imis, also Nicht-Kölner, zu den Konzerten, die danach Lust auf mehr haben. Kölsch ist einfach eine schöne Sprache, mit schönen Bildern und einem bestimmten Lebensgefühl. Darauf haben die Leute Bock!

Das Konzert auf dem Schulhof der Wendelinus-Schule, Tränkerhofstraße 14 in Sechtem, beginnt um 20 Uhr. Einlass ist um 19 Uhr, es gibt eine freie Platzwahl. Restkarten zu 14 Euro sind an der Abendkasse erhältlich. Der Erlös kommt der Finanzierung des Zirkusprojekts der Grundschule zugute, das alle vier Jahre stattfindet.