Nikolausschule Waldorf

Margret Kavoya aus Uganda bedankt sich bei Nikolausschule

Zur Begrüßung wird getrommelt: Margret Kavoya aus Uganda (M.) wird in der Nikolausschule in Waldorf herzlich willkommen geheißen.

Zur Begrüßung wird getrommelt: Margret Kavoya aus Uganda (M.) wird in der Nikolausschule in Waldorf herzlich willkommen geheißen.

Bornheim-Waldorf. Mit Trommeln und Singen begrüßten die Grundschüler der Waldorfer Nikolausschule ihren Gast aus Uganda. Und Margret Kavoya kam nicht mit leeren Händen aus Afrika. Sie hatte einige Geschenke aus ihrer Heimat im Gepäck.

Fußbälle aus Palmblättern für die Sechs- bis Zehnjährigen, einen handgefertigten Hut aus Holz mit einem handgeschnitzten Leoparden, einem Löwen, einem Zebra, Nashorn und Rhinozeros für die Glasvitrine der Schule – der Gast aus dem fernen Kontinent wollte sich bei den Waldorfern für die jahrelange finanzielle Unterstützung der Aidswaisen in Mityana bedanken.

Seit 2002 veranstaltet die Nikolausschule einmal im Jahr einen Basar zugunsten der afrikanischen Kinder und Jugendlichen. So sind im Laufe von 15 Jahren rund 50 278 Euro zusammengekommen. Die Verbindung zwischen Waldorf und der Einrichtung für Waisenkinder in der ugandischen Stadt geht auf die Vermittlung der Rheinbacher Kolpingsfamilie zurück, unterhält sie doch seit 2001 eine Partnerschaft mit der Kolpingsfamilie Sankt Gonzaga Gonzo in Mityana.

So war es nicht verwunderlich, dass beim Dankeschön-Besuch von Margret Kavoya auch der Chef der Rheinbacher Kolpingsfamlie, Christian Esser, und Rheinbachs Ehrenvorsitzender Matthias Pohl, die beide den Kontakt zwischen der Schule und dem afrikanischen Projekt seinerzeit hergestellt hatten, am Dienstag bei der Feierstunde mit dabei waren. Für den 89-jährigen Pohl war der Besuch in Waldorf zugleich sein Abschied, denn „aufgrund meines Alters werde ich aufhören“.

Basar und Tombola für den guten Zweck

Auf englisch erklärten Ferdinand, Maximilian (beide 9) und Emil (10) ganz stolz, welche Produkte sie bisher auf ihrem Basar verkauft haben. Kavoya dankte den Kindern und Eltern für die Unterstützung der Kinder in Uganda, wird doch mit den Spenden 189 Waisenkindern geholfen. „Die Kinder sind dankbar und glücklich darüber, dass sie mit der Unterstützung aus Waldorf lernen können. Mit dem Ball, dem Genkali, spielen die Kinder auf dem Weg zur Schule.

Der Schulweg dauert manchmal bis zu zwei Stunden“, erklärte die 68-Jährige das andere Leben der Gleichaltrigen in Afrika. Es war der fünfte Besuch Kavoyas in der Bornheimer Ortsgemeinde. Das letzte Mal war sie 2012 zu Gast an der Sandstraße 100. Schulleiterin Petra Domscheit nutzte die Gelegenheit denn auch, auf den diesjährigen Jubiläumsbasar – er findet zum 35. Mal statt – am Freitag, 8. Dezember, hinzuweisen.

Seit den Anfängen des Basarverkaufs hat die Schule mit den Erlösen stets soziale Projekte in der Welt und in Deutschland wie unter anderem die Krebsstation in Bonn abwechselnd unterstützt. Seit 2001 fließen die Einnahmen komplett nach Afrika.

2017 wird neben den Produkten auch wieder eine Tombola angeboten. „Wenn die Tombola dabei ist, nehmen wir in dem Jahr fast immer um die 6000 Euro ein“, machte Domscheit deutlich. Auf einen ähnlich großen Erfolg hofft sie auch in diesem Jahr.