"Blaues Konzert" in Sechtem

Lieder wie ein Sommerwind

Berührend, nachdenklich, aber voller Energie kamen die Songtexte im „Blauen Haus“ daher.

Berührend, nachdenklich, aber voller Energie kamen die Songtexte im „Blauen Haus“ daher.

Bornheim-Sechtem. Da waren sie wieder beisammen, die sechs Musiker, die das „Blaue Haus“ des Tambourcorps „Rheinperle“ Sechtem bereits im Februar zum Strahlen gebracht hatten.

An einem grauen, kalten Winterabend war es den Künstlern gelungen, ihr Publikum mit Melodien und Gedanken zur Farbe „Grün“ auf den Frühling einzustimmen.

Dem „Grünen Konzert“ folgte am Donnerstagabend nun das „Blaue Konzert“, bei dem die Sänger und Songwriter Dania König, Dino Soldo, Martin Buchholz sowie Marius Goldhammer (Bass), Daniel Jakobi (Schlagzeug) und Markus Segschneider (Gitarren) den Sommer im Gepäck hatten.

„Mit der Farbe Blau verbinde ich den Sommer und die Urlaubszeit, das Meer, den Himmel, aber auch den Sommer des Lebens, die Lebensmitte“, erklärte Dania König (37), die mit ihrem Mann Dino Soldo und drei Kindern in Sechtem lebt.

Leicht wie ein Sommerwind und doch berührend, nachdenklich, aber voller Energie und Lebensfreude – diesen Eindruck hinterließen die musikalischen „Farbproben“ aus Dania Königs Songrepertoire. Auch Dino Soldo, der als Saxofonist und Multiinstrumentalist unter anderem mit Superstar Lionel Richie auf Tour geht, spielte eigene Songs, die in schlichtweg atemberaubenden Saxofon- oder Klarinettensoli mündeten. Dabei gelang es ihm, seine Virtuosität auf den Instrumenten unter Beweis zu stellen, ohne den anderen Musikern die Show zu stehlen.

„Es ist für mich eine große Ehre, mit solchen Kollegen zu spielen“, bekannte der Filmemacher, Kabarettist und Songpoet Martin Buchholz, der das Konzert um die humorvolle Seite bereicherte, aber mit seinen Texten durchaus unter die Haut zu gehen verstand.

Auch Gitarrist Markus Segschneider und Bassist Marius Goldhammer weckten mit ihren Soli Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub am Meer. Wieder einmal schafften es die Musiker, mit ihren unterschiedlichen Stilen eine Einheit zu bilden und ihre Freude am Zusammenspiel auf das Publikum zu übertragen. Auf das „Goldene Konzert“ im September und das „Weiße Konzert“ im Dezember darf man gespannt sein.