Bornheim

Leinpfad wird geöffnet, aber nicht neu asphaltiert

Das Rheinufer bei Widdig. Im Hintergrund ist die Herseler Kirche zu sehen.

BORNHEIM. Nur die Schilder fehlen noch, dann steht einer Öffnung des Leinpfads zwischen Widdig und Hersel nach mehr als fünf Monaten Sperrung laut Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler nichts mehr im Wege. Einen genauen Zeitpunkt könne er aber noch nicht nennen.

Wie berichtet, sollen Spaziergänger, Jogger und Radfahrer den Weg trotz fehlender Standsicherheit der Rheinuferböschung bei regelmäßigen Kontrollen und eventuell weiteren Messstellen wieder nutzen können. Das hat die Stadtverwaltung am Dienstag dem Planungsausschuss mitgeteilt.

Dort stand auch ein Antrag der CDU-Fraktion zum Leinpfad an, nun wie geplant den Asphalt auf dem Leinpfad zwischen dem Sportplatz in Hersel und der Richard-Piel-Straße mit Hilfe von Mitteln aus dem Grünen C zu erneuern. "Nach einem regnerischen Tag ist der Weg nicht passierbar", sagte Konrad Velten (CDU). Laut Verwaltung ist das aber nicht möglich, da eine Veränderung der durch das Projekt Grünes C finanzierten Situation zur Rückzahlung der Fördermittel in Höhe von rund 190.000 Euro führen würde.

"Wir streben ja an, das Rheinufer in den kommenden Jahren zu sanieren", so der Erste Beigeordnete Manfred Schier. Nach langer Diskussion zog die CDU den Antrag zurück. Stattdessen sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, das Geld aus dem Grünen C für die Sanierung des Auenwegs in Hersel zu nutzen. Ob das möglich ist, muss nun mit der Bezirksregierung geklärt werden.

Beschlossen wurde auf CDU-Antrag zudem ein Masterplan für die Rheinaue um den alten Herseler Sportplatz an der Bayerstraße. Dabei sollen Vereine und Bürger einbezogen werden. Die Christdemokraten befürchten in diesem Gebiet einen "Wildwuchs" an Projekten; derzeit gibt es dort unter anderem eine Hochzeits- und eine Streuobstwiese.

Zudem sollen in den Entwurf des Haushaltsplans für die Jahre 2015/2016 Mittel für die Planung und Umgestaltung des Sportplatzes eingestellt werden. "Wir sehen die Notwendigkeit, dass etwas passieren muss", sagte Bernd Marx. Stefan Klein (FDP) ergänzte: "Wir können letztlich Geld sparen, wenn wir erst einmal ein vernünftiges Konzept erarbeiten." Die Planungskosten könnten beispielsweise über den Verkauf der Grundstücke der Kläranlage gedeckt werden.

"Ein Großteil geht in den neuen Sportplatz, aber es bleibt noch was übrig", sagte Konrad Velten (CDU). Das sahen SPD und UWG kritisch. Laut Ute Kleinekathöfer (SPD) ist noch gar nicht klar, wie teuer der neue Sportplatz wird. Und Hans Gerd Feldenkirchen (UWG) sagte: "Wir sollten nicht schon Geld ausgeben, dass noch gar nicht da ist." Der Vorschlag der Verwaltung, auf eine weitere Planung in diesem Gebiet zu verzichten, hatte zuvor keine Mehrheit gefunden.