Brand in Schreinerei in Widdig

Kurz vor Mitternacht war der Bunker leer

Bornheim. Nach einem höchst aufwendigen und zwei Tage andauernden Einsatz bekam die Feuerwehr einen Schwelbrand in einer Widdiger Schreinerei letztendlich in den Griff. Auch ein Saugbagger kam zum Einsatz

Der vergangene Donnerstag war wieder so ein Tag, an dem die Bornheimer Feuerwehr wusste, was sie getan hatte: Erst um kurz vor Mitternacht war nach Aussagen von Feuerwehrsprecher Ulrich Breuer ein Einsatz in einer Schreinerei in Widdig beendet, der bereits am Tag zuvor begonnen, und die Wehrleute am Donnerstagmorgen seit etwa 9 Uhr in Atem gehalten hatte.

Wie bereits berichtet, war rund um den Pelletbunker der Schreinerei ein undefinierbarer Brandgeruch wahrnehmbar gewesen. Zudem wurde in dem Bunker eine hohe Konzentration des giftigen Kohlenmonoxidgases gemessen, was auf einen Schwelbrand in dem Lager hindeutete.

Um ein Durchzünden des 60 Kubikmeter großen Lager zu verhindern, hatte sich Helmut Ost, stellvertretender Wehrleiter, noch am Donnerstagvormittag rasch zum Handeln entschlossen: Er ließ das Lager von seinen Kräften leerräumen, um so an den eigentlichen Brandherd zu gelangen. „Das war eine mörderisch umfangreiche Arbeit“, erklärte Feuerwehrsprecher Breuer am Freitag. Verteilt über den Tag seien rund 60 Wehrleute in der Schreinerei zum Einsatz gekommen, zudem ein Saugbagger. Damit sei dann „fast der ganze Pelletbunker abgesaugt worden“.

So gelang es der Feuerwehr auch letztendlich an den eigenen Brandherd zu kommen und diesen zu löschen, führte Ulrich Breuer aus. Beendet gewesen sei der Einsatz gegen 23.30 Uhr. Immer noch schleierhaft sei den Einsatzkräften allerdings, „wie es überhaupt zum Schwelbrand in dem Bunker kommen konnte“. Für die Bornheimer Feuerwehr war der Einsatz auch insofern eine ganz neue Erfahrung, weil laut Breuer „Pelletheizungen in unserer Region noch relativ selten sind“. Während man bei Gasheizungen einfach den Hahn zudrehen könne, erklärte er, „muss man in solchen Fällen erst per Hand die oft großen Lager leerräumen“.