Bornheimer Radtour

Kunst und Landwirtschaft auf 44 Kilometern

Raus in die Natur: Zwei Radfahrer auf dem Weg von Uedorf nach Bornheim.

Raus in die Natur: Zwei Radfahrer auf dem Weg von Uedorf nach Bornheim.

Bornheim-Merten. „Frühlingserwachen im Vorgebirge“: 15 Stationen sind bei der Radtour der Stadt Bornheim am 24. April geöffnet.

Beim Radeln die Natur genießen und 15 Bornheimer Betriebe – überwiegend Erzeugerhöfe – sowie Kunststätten näher kennenlernen: Dazu lädt die Stadt bei der neunten Auflage des „Frühlingserwachens im Vorgebirge“ am Sonntag, 24. April, von 11 bis 17 Uhr ein. Dann haben Radfahrer auf einer 44 Kilometer langen Strecke rund um Bornheim jede Menge Gelegenheit, direkt auf den Höfen regionale Produkte zu probieren und künstlerische Einblicke zu bekommen.

Die Route und das Programm der eintägigen Großveranstaltung erläuterten Bürgermeister Wolfgang Henseler und Vertreter der Betriebe jetzt im Kunsthof Merten, der eine der Stationen bildet. Bei der Gelegenheit präsentierte der Verwaltungschef auch die neue Brühl-Bornheimer Spargelkönigin Leonie Palm, die damit das Amt von der vor knapp drei Wochen überraschend zurückgetretenen Maike Mock übernimmt.

Ihren ersten offiziellen Auftritt absolviert die 20-jährige angehende Versicherungskauffrau beim „Frühlingserwachen“, wenn sie zusammen mit Bürgermeister Henseler um 11 Uhr auf dem Waldorfer Biohof Bursch den Startschuss zur Tour gibt.

In diesem Jahr hat sich nicht nur die Anzahl der abzufahrenden Kilometer von 42 auf 44 erhöht. Auch neue Streckenabschnitte – so zum Beispiel vom Biolandhof Apfelbacher in Brenig zu den Roisdorfer Mineralquellen, die zum ersten Mal mit dabei sind –, wurden festgelegt. Die Höfe zeigen Maschinen und Pflanzen, präsentieren Gemälde und Skulpturen. Die Route führt von Waldorf über Sechtem, Walberberg, Merten, Kardorf, Rösberg, Brenig, Roisdorf, Hersel, Uedorf bis nach Bornheim.

Wer nicht auf eigene Faust unterwegs sein möchte, kann sich auch einer geführten Tour des Allgemeinen Deutschen Fahrrad- Clubs (ADFC) Bornheim anschließen. Die Betriebe können allerdings auch mit dem Auto angesteuert werden. Für genügend Parkplätze ist gesorgt. Und auch Wanderer sind willkommen. Alle Hofläden haben geöffnet.

Wildkräuter-Exkursionen und Vitamincocktails

Zu sehen und zu entdecken gibt es einiges. So präsentiert der Obstanbaubetrieb Otto Schmitz-Hübsch in Merten einen Bauernmarkt, auf dem außer landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch bäuerliches Handwerk zu bestaunen ist. Freilandrosen Wolfgang Ihrig aus Kardorf informiert über Obstbäume und Rosen im Hausgarten. Der Ziegenhof Rösberg zeigt nicht nur die Herstellung von Käse, sondern stellt auch die ersten deutschlandweit hergestellten Bioland-Bonbons vor. Zu Wildkräuter-Exkursionen in seinem Naturgarten lädt der Breniger Biolandhof Apfelbacher ein.

Wer ganz Bornheim einmal überblicken möchte, ist in der Gärtnerei Busacker richtig. Denn dort ermöglicht ein Hubsteiger einen guten Ausblick. Mit Führungen und Probefahrten auf einem E-Bike ist der Breniger Wasserturm in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei. Passend zum Frühling bietet der Waldorfer Biohof Bursch Vitamincocktails in Form einer Smoothie-Verkostung an. Im Kunsthof Merten öffnen die Künstler ihre Ateliers und zeigen unterschiedliche Arbeitstechniken. Auf jedem Hof gibt es außerdem zahlreiche Angebote für Kinder.

Jeder Radler, Wanderer oder Autofahrer kann sich seinen Besuch auf den Höfen abstempeln lassen, um so an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Verlost werden zwölf Präsentkörbe mit Spezialitäten aus der Region. Stempelfelder gibt es auch auf dem Flyer mit einer Übersichtskarte zu den einzelnen Betrieben. „Wir wollen den Menschen näherbringen, was bei uns produziert wird und anschließend auf den Tisch kommt“, machte Bürgermeister Henseler deutlich.

Die einzelnen Stationen

Bornheim: Gärtnerei Busacker, Eichendorffstraße 60

Brenig: Bioland Apfelbacher, Tombergstraße 1; Historischer Wasserturm, Schornsberg 28a

Hersel: Gemüsehof Mertens, Rheinstraße 171; Weinhandlung und Kellerei Jakob Antwerpes, Rheinstraße 218

Kardorf: Freilandrosen Wolfgang Ihrig, Mühlenfeld 29

Merten: Obstanbaubetrieb Otto Schmitz-Hübsch, Bonn-Brühler-Straße 14; Kunsthof Merten, Wagnerstraße 12

Roisdorf: Roisdorfer Mineralquellen, Brunnenallee 1

Rösberg: Ziegenhof Rösberg, Hofkäserei Familie Kuhnen, Weberstraße 12

Sechtem: Streuobstwiese der Stadt Bornheim, Brüsseler Straße

Uedorf: Spargelhof Saß, Isarstraße 13; Biobauer Palm, Bornheimer Straße 30

Walberberg: Gartenbaumschule Hau, Walberberger Straße 10

Waldorf: Biohof Bursch, Weidenpeschweg 31