Sensor gestört

Kälte sorgt für Störungen an Bahnschranke in Hersel

Stufenweiser Einstieg: Noch sind die Haltestellen der Linie 16 in Bornheim nicht barrierefrei.

An der Haltestelle Hersel funktionieren die Schranken nicht.

Hersel. Lange Wartezeiten vor geschlossenen Bahnschranken können Autofahrern den letzten Nerv rauben. Die mussten sich in den vergangenen Tagen in Hersel besonders stark gedulden. Aufgrund der Kälte kommt es dort zu Störungen.

Dass die Wartezeit an Bahnschranken aufgrund von Zugverspätungen auch mal bis zu 20 Minuten betragen kann, ist für die Bonner keine Neuigkeit. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt hier auch ohne Zugverspätungen um die fünf Minuten. Die Autofahrer in Hersel brauchen in den vergangenen Tagen allerdings ein wenig mehr Geduld.

"Aufgrund der Kälte kann es zu Störungen an den Bahnschranken kommen", erklärt Christian Lorenz von der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), verantwortlich für den Betrieb der Schranke. Diese Störung betrifft auch die Schranke an der Roisdorfer Straße in Hersel, an der Autofahrer im Berufsverkehr um die 15 Minuten warten müssen. Normalerweise läuft das Schließen und Öffnen der Schranke automatisch. Überfährt der Zug einen Sensor, wird die Schranke automatisch geschlossen, passiert der Zug den zweiten Sensor, öffnet sie sich wieder. "Der Sensor, der die Schranke wieder öffnen soll, ist aktuell gestört", so Lorenz. "Daher müssen die Schranken manuell geöffnet werden."

Die Sensoren haben in Bezug auf die Außentemperatur demnach einen bestimmten Toleranzbereich. Werde dieser überschritten, funktioniere der Sensor nicht mehr und die Schranke bleibe unten. Ist der Toleranzbereich überschritten, müsse der Sensor neu eingestellt werden. Wo der aktuell eingestellte Toleranzbereich der Schranke an der Roisdorfer Straße liegt, konnte die HGK nicht beantworten.

Bis der Toleranzbereich den Temperaturen angepasst ist, muss die Schranke laut Lorenz weiterhin manuell bedient werden. Das betreffe allerdings nur den Sensor, der die Bahnschranke wieder öffnet. Das Schließen der Bahnschranke funktioniere weiterhin automatisch. Da die manuelle Bedienung länger dauert als die Automatische, kommt es zu längeren Wartezeiten für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger.

Bisher ist der HGK nur die Störung an der Roisdorfer Straße bekannt. "Wir sind darauf angewiesen, dass sich die Leute sich bei uns melden, wenn sich eine Schranke sich mehr öffnet", appelliert Lorenz an die Bevölkerung. Das soll bisher allerdings gut funktionieren, da die Entrüstung bei geschlossenen Bahnschranken hoch sei. Bis der Sensor neu eingestellt wurde, müssen die Autofahrer weiterhin Geduld aufbringen.