Seniorenheim St. Elisabeth

In Merten entstehen 80 Pflegeplätze

BORNHEIM-MERTEN. "Lebendige Steine für ein geistiges Haus" und gelingendes Leben auch im hohen Alter: Der Grundstein für das neue Seniorenzentrum der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO) in Merten ist mit biblischem Motto gelegt.

Zur feierlichen Einsegnung durch Pfarrer Matthias Genster und zur Besiegelung mit dem Hammerschlag erschienen gestern Schwester Magdalena Krol, Generaloberin der Olper Franziskanerinnen, GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann, Bürgermeister Wolfgang Henseler, Ortsvorsteher Hans Gerd Feldenkirchen und der zukünftige Leiter des Seniorenzentrums, Ralf Burtscheidt, sowie Architekten, Planer und Gäste.

Auf dem 7800 Quadratmeter großen Grundstück schafft die GFO rund 4060 Quadratmeter Fläche und 15 100 Kubikmeter umgebauten Raum für die Betreuung und Pflege von 80 Senioren. Bei der symbolischen Grundsteinlegung wurden traditionell Baupläne, eine Urkunde, die aktuelle Ausgabe des General-Anzeigers sowie Euromünzen in der zukünftigen Eingangshalle des Seniorenzentrums eingemauert. Dieses wird St. Elisabeth heißen.

"Im Sinne Elisabeths von Thüringen, die - obwohl sie selbst nicht alt wurde - ihr Leben in den Dienst der Alten und Kranken stellte und sagte: ?Wir sollen die Menschen froh machen.? Über die fachliche Pflege hinaus gilt es also, die Bewohner willkommen zu heißen und ihre Lebensfreude zu stärken", sagte Schwester Magdalena Krol in ihrer Ansprache.

Wenn die Bauarbeiten weiter im Zeitplan voranschreiten, werden im Sommer oder spätestens Herbst 2014 die ersten Bewohner einen der insgesamt 80 Pflegeplätze nutzen können, darunter auch demente Senioren. "Ein einfacher Grundriss mit kurzen und unkomplizierten Wegen erleichtert die Orientierung", kündigte GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann an.

Das Seniorenzentrum entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zur GFO-Einrichtung Paulinenhof, der Seniorenwohnen anbietet, sowie zum Krankenhaus "Zur Heiligen Familie", das auf Altersmedizin spezialisiert ist. "Die Einrichtung schließt eine Lücke", sagte Bürgermeister Henseler und zeigte sich vom Baufortschritt beeindruckt. "Jetzt nimmt das Haus schon konkrete Gestalt an, daran war beim Spatenstich im Schnee noch nicht zu denken."

Das Gebäude erstreckt sich zweigeschossig auf einer Länge von etwa 70 Metern. In der Mitte der drei Bauteile entsteht ein Innenhof, der speziell als Garten für Menschen mit demenziellen Erkrankungen angedacht ist. Das Erdgeschoss beherbergt künftig die Verwaltung sowie eine Cafeteria und eine Kapelle. Es werden ausschließlich Einzelzimmer angeboten, aufgeteilt entweder in Wohngruppen als große Wohngemeinschaften rund um ein Wohnzimmer oder aber in einen großen Wohnbereich.

Die Baukosten betragen rund 6,6 Millionen Euro, die die GFO teils durch Grundstücksverkauf finanziert. Der künftige Heimleiter Ralf Burtscheidt sieht seine Herausforderung vor allem darin Wirtschaftlichkeit, Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit zu vereinen.

Die GFO

Die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO) ist eine karitative Trägergesellschaft mit rund 40 Einrichtungen aus den Bereichen Krankenhäuser, Altenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe. Die Einrichtungen befinden sich in NRW und Rheinland-Pfalz und beschäftigen mehr als 8000 Mitarbeiter.