Neues Baugebiet in Bornheim

In Bornheim entsteht neuer Wohnraum

Mit dem Vertrag (v.l.): Beigeordneter Manfred Schier, Bürgermeister Wolfgang Henseler, Abteilungsleiterin Constanze Gismann, Projektmanager Franz-Josef Lemmen und Projektleiter Guido Eßer.

Mit dem Vertrag (v.l.): Beigeordneter Manfred Schier, Bürgermeister Wolfgang Henseler, Abteilungsleiterin Constanze Gismann, Projektmanager Franz-Josef Lemmen und Projektleiter Guido Eßer.

Bornheim. Das Areal „Auf dem Kallenberg“ gehört zahlreichen Grundstückseigentümern. Um die Verhandlungen mit ihnen und die Entwicklung des Gebiets zu beschleunigen, haben Stadt und Land NRW einen Vertrag geschlossen.

Es ist ein ambitioniertes Bauvorhaben, das die Stadt Bornheim da umsetzen will. Unter dem Namen „Auf dem Kallenberg“ soll auf einer Fläche unweit des Bornheimer Ortszentrums neuer Wohnraum entstehen.

Das Areal befindet sich im Innenbereich, hinter der vorhandenen Bebauung zwischen Kalkstraße, Mühlenstraße, Hebbelstraße und Pohlhausenstraße, nur wenige Hundert Meter von der Haltestelle der Linie 18 entfernt.

Nach den Vorstellungen der Stadt sollen dort, wie bereits berichtet, bis zu 180 Wohneinheiten in Form von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern entstehen. 30 Prozent davon soll öffentlich geförderter, preisgünstiger Wohnraum sein.

Allerdings verteilt sich das Gebiet auf zahlreiche Eigentümer. Bei einem Pressegespräch Ende September 2018 war von rund 100 Grundstücksbesitzern die Rede. Das macht die Entwicklung langwierig.

Landeseigene Entwicklungsgesellschaft übernimmt

Nicht nur deshalb hat sich die Stadt Unterstützung des Landes geholt und nun einen Trägervertrag zur gemeinsamen Entwicklung des Baugebiets mit der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban abgeschlossen.

Die Zielvereinbarung hatten Landesbauministerin Ina Scharrenbach und Bürgermeister Wolfgang Henseler bereits im vergangenen September unterschrieben (der General-Anzeiger berichtete). Mit der Unterzeichnung des Trägervertrags sei die notwendige Voraussetzung dafür erfüllt, dass NRW.Urban für die Stadt tätig werden könne, heißt es aus dem Rathaus.

„Aufgrund der Vielzahl an Grundstückseigentümern ist es wichtig, dass die Entwicklung und Vermarktung aus einer Hand erfolgt“, sagt Henseler. „Mit dem Trägervertrag gehen wir ins operative Geschäft über. Wir sind jetzt also soweit, dass wir loslegen können“, kündigt Projektmanager Franz-Josef Lemmen von NRW.Urban an.

Das Areal ist eine von fünf Flächen in Bornheim, mit denen die Stadt nach eigenen Angaben im Jahr 2014 als eine der ersten Kommunen vom Landesministerium in das Projekt Flächenpool NRW aufgenommen wurde. Dessen Ziel ist es, freie Bauflächen in Innenbereichslagen und in der Nähe von Bahnhaltestellen zu entwickeln. Die weiteren projektierten Flächen befinden sich in Hersel.

In Sachen Kallenberg wird NRW.Urban nun im Auftrag der Stadt Bornheim das Gebiet entwickeln und vermarkten, wobei die Stadt verantwortlich bleibt.

Im September hatte Ministerin Scharrenbach die Kosten für die Projektentwicklung mit 3,75 Millionen Euro beziffert. Das Geld dafür stammt von der NRW Bank, vorfinanziert mittels einer Landesbürgschaft.