Flüchtlingsunterbringung In Bornheim entstehen Wohnungen für Flüchtlinge

Auf die fertigen Fundamente am Sechtemer Weg werden die System-Häuser für die Flüchtlinge gesetzt. Sie werden fest eingerichtet und sind keine Übergangslösung.

Bornheim. Am Sechtemer Weg entstehen zwölf Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Erstes Haus wird Anfang September aufgestellt. Mitte 2019 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Anfang September wird das erste Haus in Systembauweise, in das anerkannte Flüchtlinge aus Bornheim beziehungsweise Betroffene mit langer Bleibeperspektive einziehen werden, am Sechtemer Weg aufgestellt. Die dafür notwendigen Bodenfundamente gegenüber der Hausnummer 68 sind fertig.

Insgesamt werden dreigliedrige Einheiten mit insgesamt zwölf Wohnungen nebeneinander gesetzt. Jedes Objekt ist 19 Meter breit. Vorgesehen ist, dass maximal 64 Personen dort leben können. Die Wohnungen sind in vier Zweizimmer-Wohnungen mit etwa 60 Quadratmeter und acht Dreizimmer-Wohnungen mit 73 Quadratmeter aufgeteilt. Zudem sind die Unterkünfte mit Terrassen beziehungsweise mit Balkonen ausgestattet. Die Wohnfläche beträgt insgesamt etwa 1100 Quadratmeter. Keller sind nicht vorgesehen. Insgesamt werden rund 2,6 Millionen Euro investiert.

Stadt Bornheim investiert 2,6 Millionen Euro

„Die Wohnungen sind nach den Richtlinien des sozialen Wohnungsbaus geplant worden und somit auch barrierefrei. Sie sind nicht für den Übergang gedacht“, betonte Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler (SPD) auf Anfrage des General-Anzeigers. Welche Flüchtlinge konkret einziehen werden, ist noch unklar. Henseler machte deutlich, dass diejenigen Vorrang haben, bei denen auch der größte Bedarf bestehe. Ein Auge auf die Entscheidungen, wer in den Neubau einziehen wird, wird auch das Amt für Soziales der Stadt Bornheim haben. Die Arbeiten hatten im April dieses Jahres begonnen. Voraussichtlich Mitte 2019 sollen die Unterkünfte komplett bezugsfertig sein. Eigentlich hatte die Bornheimer Stadtverwaltung angedacht, die Häuser am Sechtemer Weg lediglich temporär aufzustellen. Nach Angaben von Henseler seien die Kosten dafür allerdings zu hoch.

Auf dem Areal, das insgesamt 4000 Quadratmeter groß ist, wurde früher Ton und Kies abgebaut: kein idealer Untergrund für für die System-Häuser (der GA berichtete). Bis Ende der 1980er Jahre war die Grube mit Bodenaushub und Bauschutt sowie mit Holz und Grünabfällen verfüllt worden. Für eine vorübergehende Nutzung hätte sich die nötige aufwendige Bodenaufbereitung finanziell nicht gerechnet. Ebenfalls war geplant, dass bereits bis zum ersten Quartal 2017 ein erstes Haus stehen sollte, was nicht realisiert werden konnte.

Dem Prinzip der Dezentralität folgend, soll das Modell des Festbaus am Sechtemer Weg auf andere Ortschaften in Bornheim übertragen werden. Das Gebäude soll sozusagen als „Standardtyp“ dienen. Aus diesem Grund strebt die Verwaltung an, die System-Häuser gleichmäßig auf alle Ortschaften im Stadtgebiet zu verteilen.

Zur Startseite