Herseler Kunstrasenplatz

Im April soll mit dem Bau an der Erftstraße begonnen werden

Mit dem Spaten in der Hand: Die Vertreter der Stadt und des TuS Germania Hersel.

BORNHEIM-HERSEL. Jahrzehntelang war ein neuer Kunstrasenplatz für den TuS Germania Hersel im Gespräch. Die jährlichen Überschwemmungen des alten Tennenplatzes an der Bayerstraße, die für den TuS jedes Mal starke Einschränkungen im Spiel- und Trainingsbetrieb mit sich bringen, ließen den Wunsch nach einem neuen Standort immer größer werden.

Nun ist es beschlossene Sache: Im April sollen die Bauarbeiten auf dem derzeit noch als Ackerfläche genutzten Gelände an der Erftstraße beginnen. Der Bornheimer Stadtrat hatte dies am Dienstag einstimmig bei Enthaltung der FDP beschlossen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich brachte Bürgermeister Wolfgang Henseler das Projekt gestern mit Vertretern der Stadt und des Vereins auf den Weg.

"Seit meinem Amtsantritt 2004 hat mich die Verlegung des Herseler Fußballplatzes beschäftigt. Dass sich die Umsetzung so lange hinziehen würde, hätte ich nicht erwartet. Umso mehr freut es mich, das Projekt nun endlich realisieren zu können", sagte Henseler.

Anders als bei den sechs bereits vorhandenen Kunstrasenplätzen in Bornheim übernimmt die Stadt die Finanzierung und die Pflege des Platzes. Die Mittel dazu kommen aus Verkaufserlösen städtischer Grundstücke oberhalb des alten Sportplatzes.

Auch die Erftstraße muss als Zufahrtsstraße zum Sportplatz ausgebaut werden. Außerdem werden durch den Neubau neue Parkflächen in der Nähe des Friedhofs entstehen. Damit besonders die Jugendlichen den Platz sicher erreichen, ist eine Ampelanlage an der L300 vorgesehen. Das Vereinsheim, das im nördlichen Teil der Fläche entstehen soll, will der TuS in Eigenregie stemmen.

"Alle Gewerke für den Bau sind ausgeschrieben", sagte Thomas Horstmann, Vorsitzender des TuS Hersel, wo derzeit elf Jugend- und drei Seniorenmannschaften spielen. "Natürlich hoffen wir auch auf die Mithilfe der Mitglieder - und Werbeflächen an der Bande sind natürlich auch noch frei." Darüber hinaus könnte das Vereinsheim etwa für Beerdigungskaffees genutzt werden.