Brand in Bornheim

Haus auf der Königstraße wird nicht mehr bewohnbar sein

BORNHEIM. Dichte Rauchschwaden waberten am Mittwochmorgen durch die Königstraße in Bornheim, überall waren Martinshörner zu hören, ein ums andere Mal bahnten sich Feuerwehrfahrzeuge ihren Weg, während die Polizei die City komplett für den Verkehr sperrte.

Nach dem Brand in der Wohnung eines Geschäfts- und Mehrfamilienhauses an der Königstraße, der sich rasch ausbreitete, herrschte über Stunden eine Art "Ausnahmezustand" rund um die Hauptgeschäftsstraße. Erst gegen Mittag gaben Kreisbrandmeister Walter Jonas und sein Stellvertreter Dietmar Klein Entwarnung.

Entgegen erster Meldungen wurde nach Aussage von Daniela Lindemann, Sprecherin der Bonner Polizei, aber niemand verletzt. Wie Ulrich Breuer, Sprecher der Bornheimer Feuerwehr sagte, sei die Bewohnerin der Wohnung in einem Rettungswagen versorgt worden.

Ausgangspunkt des Brandes war um kurz vor 10 Uhr die Wohnung im ersten Stock des Hauses gewesen, in dessen Erdgeschoss sich ein Friseursalon befindet. Wie es dazu kommen konnte, ist noch unklar, so Polizeisprecherin Lindemann. Das Problem für die Feuerwehr war: "Das Feuer griff auf die darüber liegende Wohnung und das Dach über", sagte Breuer.

Darum wurden rasch Kräfte nachalarmiert. Rund 60 Wehrleute trafen an der Königstraße ein. Neben Stadtbrandinspektor Hans-Georg Gennrich schaltete sich auch die Führung der Kreisfeuerwehr mit dem Einsatzleitwagen und unterstützenden Führungskräften in das Geschehen ein.

[kein Linktext vorhanden]Denn immer wieder stiegen dichte Qualmwolken aus dem Dach, und gegen 11 Uhr schlugen sogar Flammen aus den Ziegeln. Von mehreren Seiten versuchten die Einsatzkräfte den Brand zu bekämpfen, auch mit zwei Drehleitern. Eine wurde auf der Königstraße in Stellung gebracht, die zweite in dem verwinkelten Hinterhof, wo auch ein völlig ausgebrannter Raum der Wohnung zu sehen war. Derweil hatte die Polizei alle Hände voll zu tun, Passanten davon abzuhalten, sich ihren Weg durch die Einsatzstelle zu bahnen.

Um kurz vor 12 Uhr konnte Feuerwehrsprecher Breuer verkünden, dass der Brand gelöscht ist. Beendet war der Einsatz damit noch nicht. Mit Wärmebildkameras machten sich die Wehrleute auf die aufwendige Suche nach letzten Glutnestern, auch eine Brandsicherheitswache wurde abgestellt.

Wegen der Aufräumarbeiten musste laut Polizei die Königstraße zwischen der Pohlhausenstraße und Burgstraße bis etwa 18 Uhr gesperrt bleiben. Das ganze Ausmaß des Schadens war gestern noch nicht zu übersehen. Ein leitender Feuermann geht davon aus, dass das Mehrfamilien- und Geschäftshaus nicht mehr zu bewohnen und zu nutzen sein wird. Die Ursache des Feuers wird jetzt die Kripo ermitteln. Egal, was dabei herauskommt, für den Inhaber des Friseursalons ist das Ganze bereits "eine Katastrophe", wie dessen sichtlich bewegte Sohn gestern vor Ort sagte.