Kyffhäuserkameradschaft Walberberg

Günter Klein regiert die Mertener Schützen

BORNHEIM. Glücklich und mit einem lauten Aufschrei der Erleichterung realisierte Günter Klein am Montagabend, dass er tatsächlich den Vogel abgeschossen hatte. "21 Jahre lang habe ich versucht, noch einmal Schützenkönig zu werden", sagte der ehemalige Regent der Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft Merten von 1992/1993.

Beim 66. Schuss des Ersten Vorsitzenden Bernhard Meurer hatte der Vogel schon arg gewackelt, doch auch Ute Koenen gelang es nicht, ihn herunterzuholen, bis dann der 68. Schuss die Entscheidung brachte.

Beim Kampf um die Königswürde sicherten sich Karl-Heinz Aubke den Kopf, Karl Diederichs den linken Flügel, Andreas Klein den rechten Flügel, Peter Engels den Schweif sowie Günter Koenen die linke Kralle und Stefan Meurer die rechte Kralle des Vogels.

Bereits am Samstag hatte Else Feldenkirchen den Titel der Inaktivenkönigin errungen, und als neuer Bürgerkönig ging Johann Schnorrenberg aus den Wettbewerben am Montag hervor. In diesem Jahr haben die Mertener auf eine große Feier zum Schützenfest verzichtet. Da kurzfristig eine Musikkapelle abgesagt hatte, wurde kurzerhand auf den Festumzug nach der Schützenmesse verzichtet. "Ein Festzug ohne Musik ist eine Prozession", begründete Schriftführer Karl-Heinz Aubke die Entscheidung.

Ganz feierlich soll es hingegen im nächsten Jahr werden, wenn das 165. Schützenfest ansteht. Zumal Merten dann Austragungsort für das Bezirksschützenfest ist und sich alle 15 Brudervereine dort treffen, um den Bezirksschützenkönig auszuschießen.

Doch erst einmal steht der Krönungsball an. Am Samstag, 19. Oktober, werden Günter Klein und seine Frau Margret offiziell inthronisiert.

Um die Königswürde wurde ebenfalls in Walberberg geschossen, wo der 170. Schuss die Regierungsverhältnisse bei der Kyffhäuserkameradschaft von 1872 veränderte. Der 48-jährige Peter Quass holte in einem spannenden Endkampf den hölzernen Vogel aus luftiger Höhe und gewann den Wettstreit gegen André Ritschel, Sonja Hergarten und Barbara Henry. Dennoch gibt es für den glücklichen Kyffhäuser-König einen Wermutstropfen: "Ich bin schon ein wenig traurig, dass mein Freund Dieter Kremer, der im März gestorben ist, nicht mehr dabei sein konnte."

Die neue Majestät Peter Quass und seine Frau Martina wurden noch am Montagabend von Raban Freiherr von Canstein beim Krönungsball im Schützenheim an der Düffelstraße gekrönt.

"Am Sonntag hatten wir ein wunderbares Schützenfest und bei strahlendem Sonnenschein einen traumhaften Festumzug durchs Dorf, bei dem die Bonner LiKüRa-Ehrengarde uns musikalisch unterstützt hat", sagte Gisela Ritschel, Geschäftsführerin der Kyffhäuserkameraden. Den Konrad-Schwarz-Pokal gewann ebenfalls Peter Quass, der auch Knollenkönig wurde und dessen Heim nun für ein Jahr der Kuh-Pokal zieren wird.

Die beiden Damenpokale gingen an Diana Kremer und Gisela Ritschel. Erich Ewert ist König der Könige und Marcel Krüppel der neue Inaktivenkönig. Daniela Kremer, die Tochter der scheidenden Kyffhäuserprinzessin Diana Kremer, hat dafür gesorgt, dass der Prinzessinnentitel ein weiteres Jahr in der Familie bleibt.