Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

Forum für Sporthelfer wird in Bornheim geboten

Die Schüler lernen beim Sporthelferforum, wie man Rugby spielt.

Die Schüler lernen beim Sporthelferforum, wie man Rugby spielt.

Bornheim. Jugendliche treiben oft zu wenig Sport. Deswegen bieten viele Schulen des Rhein-Sieg-Kreises die Ausbildung von Schülern zu Sporthelfern an. Bei einem Forum konnten sich die Schüler verschiedener Schulen austauschen.

Dutzende Rugbybälle fliegen durch die Sporthalle des Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums (AvH). Dank des Sporthelferforums findet die in England entstandene Sportart nun auch Einzug in die Schulen des Rhein-Sieg-Kreises. Ausgeführt vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen und dem Sporthelferforum Bonn/Rhein-Sieg, galt der Tag mit rund 70 teilnehmenden Jugendlichen verschiedener Schulen aus dem Rhein-Sieg-Kreis der Weiterbildung und dem Austausch. Ausrichterschule war das AvH.

Hier werden jährlich 15 Sporthelfer im neunten Schuljahr ausgebildet. Nach einer intensiven Woche mit Workshops erhalten die Teilnehmer das Sporthelferzertifikat und dürfen daraufhin den Pausensport betreuen. Weiter helfen sie beim Unterstufenturnier, Sportfesten, der Austragung des Weltspieltags und dem Sponsorenlauf der Schule. Das Interesse an dem Angebot ist laut Sportlehrerin Elena Kania seit Jahren ungebrochen: „Wir müssen sogar Schüler ablehnen, da wir maximal 15 Sporthelfer jährlich ausbilden können, aber oftmals um die 40 Bewerbungen erhalten.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Mertens hat sie vor rund drei Jahren das Angebot am AvH ins Leben gerufen. „Die Schüler haben immer weniger Bewegungszeit und koordinativ oftmals Schwierigkeiten“, sagt Mertens. Das Sporthelferzertifikat ist die erste Stufe in Richtung Trainerschein. Das findet auch Christian Buschmann vom Kreissportbund Rhein-Sieg wichtig: „Engagierte Schüler können sich hier austauschen und werden gleichermaßen an den Vereinssport herangeführt.“ Im Anschluss könnten die Sporthelfer auf Wunsch ab 16 Jahren nämlich auch den Übungsleiter- und im Anschluss den Trainerschein absolvieren. Finanziert werden die Weiterbildungen vom Landessportbund.

Motivation für Sport wecken

Olaf Schwarz vom Stadtsportbund betont außerdem: „Kinder und Jugendliche treiben oft zu wenig Sport. Wir möchten ihre Begeisterung wecken und freuen uns, wenn die Helfer ihre Motivation weitertragen und auch in ihrer Freizeit wieder gerne sportlich tätig werden.“ Buschmann ergänzt: „Außerdem haben sie eine Vorbildfunktion und können gleichaltrige und auch jüngere Schüler leichter begeistern.“ Allgemein stünde der Spaß an der Bewegung im Mittelpunkt.

Dank der schulinternen Ausbildung zum Sporthelfer hätten auch die Vereine mehr Unterstützung und Nachwuchs. Eine der Teilnehmer ist die Zehntklässlerin Annika Söllheim: „Wir lernen heute neue Sportarten kennen und können diese später anderen Schülern vermitteln – das finde ich toll.“ Die 15-Jährige hilft außerdem neben der Schule noch beim Kinderturnen im Verein mit.

Als Sporthelfer dürfen die Schüler auch Trainer in Vereinen bei ihrer Arbeit unterstützen. Ein weiterer Teilnehmer des Forums ist der Neuntklässler Nicolas Grube: „Es ist schön, wenn wir die Kinder für Sport begeistern können und hier die Gelegenheit zum Austausch mit Schülern von anderen Schulen bekommen.“ Neben Rugby und Lacrosse wurde auch ein Workshop für „Le Parkour“ angeboten. Dabei geht es darum, möglichst schnell und effizient Hindernisse zu überwinden.

Weitere Informationen zu den Qualifikationen und Scheinen gibt es im Internet unter www.qualifizierung-im-sport.de.