Bornheimer Fanclub

"FC-Fründe Mai 98" feiert 20-jähriges Bestehen

B-20 Jahre FC-Fründe treffen sich in der Rheinhalle Hersel: Toni Schumacher (M)

B-20 Jahre FC-Fründe treffen sich in der Rheinhalle Hersel: Toni Schumacher (M)

Bornheim-Hersel. Nach sechs Abstiegen in 20 Jahren müssen die Anhänger des 1. FC Köln über eine gute Portion Leidensfähigkeit verfügen. Dass der Zusammenhalt in „schlechten Zeiten“ besonders groß ist, dafür ist der Fanclub „FC-Fründe Mai 98“ der beste Beweis.

Hinfallen, aufstehen, FC-Schal richten, weitergehen: Nach sechs Abstiegen in 20 Jahren müssen die Anhänger des 1. FC Köln nicht nur über jede Menge Optimismus, sondern auch über eine gute Portion Leidensfähigkeit verfügen. Dass der Zusammenhalt in „schlechten Zeiten“ besonders groß ist, dafür ist der Fanclub „FC-Fründe Mai 98“ der beste Beweis. Entschlossen, ihrem Verein auch in schwierigen Phasen die Treue zu halten, beschloss eine Gruppe von 13 Roisdorfer Fans im Mai 1998 die Gründung eines Fanclubs und besiegelte ihre Absicht mit ihrer Unterschrift auf einem Bierdeckel. Zeitgleich wurde auch in Hemmerich an der Gründung einer Fan-Organisation gearbeitet, sodass sich beide Initiativen schließlich zum Club „FC-Fründe Mai 98“ zusammenschlossen.

Damals ahnten die Gründungsmitglieder nicht, dass der Club 20 Jahre später stolze 600 Mitglieder zählen würde. Und dass sich der FC pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum des Fanclubs wieder einmal aus der 1. Bundesliga verabschieden muss, konnte auch niemand wissen. „Manchmal wiederholt sich Geschichte“, erklärte der Vorsitzende des Fanclubs, Klaus Zimmermann. Unter dem Motto „Wat och passeet…“ begrüßte er am Samstag knapp 400 Mitglieder zur großen Jubiläumsfeier in der Herseler Rheinhalle.

Zwei Tage lang hatten die Organisatoren geschmückt und dekoriert, bis sie die Halle in einen rot-weißen Tempel verwandelt hatten. Auch die Mitglieder erschienen ausnahmslos in den Vereinsfarben und wurden obendrein mit einem Jubiläums-Fan-Schal ausgestattet. Musikalisch wurde der Abend von Musiker Willi Wilden und den „In Saints“, sowie Björn Heuser, den Klüngelköpp und dem Tambour-Corps Oedekoven gestaltet.

Karten als Jubiläumsgeschenk

Als die FC-Hymne angestimmt wurde, zeigten sich die Ehrengäste auf der Bühne vom Blick in den Saal sichtlich beeindruckt. Nicht nur die FC-Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach, sondern auch Geschäftsführer Alexander Werle sowie der ehemalige FC-Spieler Matthias Scherz fanden lobende Worte für die tolle Arbeit des Fanclubs und die Treue der Fans.

„Ihr seid mehr als ein Fanclub, Ihr seid eine Gemeinschaft“, sagte Markus Ritterbach. Auf die Frage, was er Spieler Timo Horn ins Ohr geflüstert habe, damit er beim FC bleibt, antwortete Toni Schumacher: „Ich habe gesagt, wenn du bleibst, dann setzt du ein Zeichen. Dann tragen dich die Fans auf Händen. Das hat wohl Eindruck hinterlassen.“ Das Spieler wie Jonas Hector, Timo Horn oder Marcel Risse beim FC blieben, sei auch der Leidenschaft der Fans geschuldet. „Wir registrieren das sehr wohl“, betonte Ritterbach. Von den 600 Mitgliedern des Fanclubs besitzen 300 eine Dauerkarte „auf der Süd“.

Als Jubiläumsgeschenk spendierten die Vertreter des FC-Vorstands für ein Spiel auch den restlichen Mitgliedern eine Karte auf der Südtribüne. Als weiteres Dankeschön soll die Stiftung des 1. FC Köln zusätzlich ein soziales Projekt in Bornheim unterstützen. Darüber freute sich besonders Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler, der nicht nur FC-Mitglied, sondern auch Ehrenmitglied bei den FC-Fründen ist. „Ich bin sehr stolz darauf, einen Fanclub wie die FC-Fründe in der Stadt zu haben“, sagte Henseler.

Das erklärte Ziel des FC-Vizepräsidenten Toni Schumacher ist die Rückkehr in die erste Bundesliga: „Der Wiederaufstieg hat oberste Priorität“, sagte der ehemalige Nationaltorhüter, in dessen Terminkalender etwa 60 Fan-Club-Besuche pro Jahr stehen. „Mir ist es wichtig zu wissen, was die Leute von uns halten. Ich war schließlich selbst mal Fan und hab in der Südkurve gestanden.“ Mit dem neuen Trainer Markus Anfang hat der FC seiner Ansicht nach einen fähigen Mann gefunden, der die Herausforderung des Wiederaufstiegs annehmen wird. Denn eines ist sicher: Das 25-jährige Jubiläum wollen die FC-Fründe als Fanclub eines Erstligavereins begehen, der seine Mannschaft gerne im Europapokal unterstützt. Man wird ja noch träumen dürfen…