9,3 Millionen Euro

Europaschule Bornheim soll bis Mitte 2022 fertig sein

Die Europaschule soll zusätzliche Räume und eine neue Turnhalle erhalten.

Die Europaschule soll zusätzliche Räume und eine neue Turnhalle erhalten.

Bornheim. Die Bornheimer Stadtverwaltung hat den Zeitplan für die Erweiterung der Europaschule vorgestellt. Die Arbeiten werden aber nicht günstig.

Der Zeitplan zur Erweiterung der Bornheimer Europaschule sowie für einen Neubau der Dreifachturnhalle ist gesetzt: Bis spätestens Mitte 2019 sollen Vorplanung und Vergabe der Leistungen abgeschlossen sein. Unmittelbar danach soll es an die Umsetzung der Baumaßnahme gehen.

Aufgrund der guten Konjunktur im Baugewerbe will die Bornheimer Stadtverwaltung potenziellen Bietern ein möglichst großes Zeitfenster für die Planung und Realisierung der Arbeiten gewähren. Dies soll den Firmen ermöglichen, trotz ihrer eventuell aktuell ausgelasteten Kapazitäten ein Angebot für einen späteren Zeitpunkt zu erstellen. Als spätester Fertigstellungstermin wurde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Soziales und demografischen Wandel das zweite Quartal 2022 genannt.

9,3 Millionen Euro für 1550 Quadratmeter Nutzfläche

Wie berichtet, soll das Gebäude der Europaschule für rund 9,3 Millionen Euro um 1550 Quadratmeter Nutzfläche erweitert werden. Ursprünglich hatte die Politik beschlossen, dass zwei Gebäudekomplexe an der Ost- und Südseite der bestehenden Turnhalle zweigeschossig angebaut werden sollten.

Durch den Umstand, dass nun auch die Dreifachsporthalle für rund fünf Millionen Euro neu gebaut werden soll, sind jetzt aber auch andere Bebauungsmöglichkeiten denkbar. Der Schulausschuss entschied, dass es dem Bieter freigestellt werden soll, auch eine kompaktere Bauweise mit maximal drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss in Anpassung an den Bestand zu planen. Die Vergabe des Auftrags soll per Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnehmerwettbewerb erfolgen.

Absage an Passivhausstandard

Im Oktober 2017 hatte der Bornheimer Rat außerdem beschlossen, die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage zu prüfen. Weil die zur Verfügung stehenden Flächen noch nicht feststehen, ist eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit ohne Planungsentwurf aber nicht möglich. Dennoch empfiehlt die Verwaltung, eine Photovoltaikanlage errichten zu lassen und für die Eigennutzung vorzusehen. Im Fall der Eigennutzung könne von einer Wirtschaftlichkeit ausgegangen werden, hieß es von der Stadt. Zudem gehe von einer solchen Anlage eine Vorbildwirkung aus, wie die Stadt in den Sitzungsunterlagen darlegt.

Die Überlegung, die Gebäude als Passivhaus zu errichten, ist dagegen vom Tisch. Obwohl die Kosten einer solchen Maßnahme mangels Entwurf noch nicht ermittelt werden konnten, rät die Verwaltung aufgrund von Erfahrungen mit anderen, nach Passivhausstandards entworfenen Schulen, davon ab. Die Rentabilität eines Passivhauses sei vom Nutzerverhalten abhängig, welches bei einer Schule nicht sicher gewährleistet werden könne. Stattdessen sollen die Bauten nun nach dem KfW-Effizienzhaus-Standard 55 errichtet werden.