Einweihung in Rösberg

Ein Ort für die Rösberger Dorfgemeinschaft

Stoßen auf das neue „Haus Am Turm“in Rösberg an (von links): Vizebürgermeister Jörn Freynick, Marita Lang und Ludwig Balduin von der Dorfgemeinschaft und Ortsvorsteher Peter Tourné.

Stoßen auf das neue „Haus Am Turm“in Rösberg an (von links): Vizebürgermeister Jörn Freynick, Marita Lang und Ludwig Balduin von der Dorfgemeinschaft und Ortsvorsteher Peter Tourné.

Bornheim-Rösberg. Das „Haus Am Turm“ im ehemaligen Sportheim des SSV Rösberg ist jetzt offiziell eröffnet. Es soll für Vereine, Feiern, Kurse und Kultur zur Verfügung stehen.

Das Odeur von verschwitzten Trikots und dampfenden Fußballschuhen ist passé: Binnen eines Jahres hat sich das ehemalige Umkleidehaus des SSV Rösberg vom kargen Zweckbau in ein gemütliches Dorfgemeinschaftshaus verwandelt. Am Samstag wurde das „Haus Am Turm“ feierlich eingeweiht.

„Es steckt viel Geld und Arbeit in diesem Haus“, sagte die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Marita Lang, bevor sie mit vielen Gästen auf das Gelingen des Projekts anstieß. „Ich freue mich unheimlich über das, was wir auf die Beine gestellt haben.“ Ihren Dank richtete Lang nicht nur an die vielen fleißigen Helfer, sondern auch an die Stadt Bornheim.

Nach der Auflösung des SSV Rösberg waren auf Initiative der SPD um Ortsvorsteher Peter Tourné zunächst Ideen zur künftigen Nutzung für das Sportplatzgelände und das Umkleidehaus gesammelt worden. Der Vorschlag eines Dorfgemeinschaftshauses stieß dabei schnell auf Zustimmung bei Verwaltung und Politik. Um zu testen, wie ein solches Haus in Rösberg angenommen wird, wurde mit der Stadt zunächst ein Vertrag für ein Jahr bis zum 30. Juni 2018 geschlossen. Dabei verpflichtete sich die Dorfgemeinschaft, für Neben- Renovierungs- und Instandhaltungskosten aufzukommen.

Platz für bis zu 45 Personen

„Das ist eine hervorragende Möglichkeit für uns, zu sehen, wie hoch der Aufwand ist und ob das Angebot von den Vereinen und den Bürgern überhaupt angenommen wird“, so Lang. Drei Wochen lang hatten vier Helfer im Ruhestand das Umkleidehaus auf Vordermann gebracht. Außen erhielt das Gebäude einen neuen Anstrich und die Aufschrift „Haus Am Turm“. „Das große 'A' ist kein Rechtschreibfehler“, stellte Lang klar: „Das heißt einfach so, gewöhnt euch dran!“

Auch im Innenbereich wurden Pinsel geschwungen, verputzt und geschliffen. Eine neue Küche ist eingebaut und dank zahlreicher Spender können bis zu 45 Personen an Tischen und Stühlen Platz finden. Insgesamt steckte die Dorfgemeinschaft 2500 Euro in die Renovierung, wovon 1200 Euro aus eigenen Mitteln stammen. Die restliche Summe kam aus Privatspenden zusammen. Um die Außenanlagen kümmert sich Kassierer Ludwig Balduin.

Rücksicht auf die Nachbarn

Neben den Mitgliedsvereinen der Dorfgemeinschaft, dem Tischtennisclub (TTC) Rösberg, der Feuerwehr, dem Damenkomitee „Leckere Mäus'chen“ und dem Männergesangverein (MGV) Concordia Rösberg sollen auch andere Gruppen oder Initiativen den Raum nutzen können. Angefragt hat bereits der Theaterverein. Auch eine Hochzeitsfeier und ein Geburtstag stehen schon in Marita Langs Terminkalender. Eine Taufe wurde in den Räumlichkeiten bereits vor der Einweihung gefeiert. „Natürlich achten wir mit Rücksicht auf die Nachbarschaft darauf, dass keine wilden, lauten Partys gefeiert werden“, betonte Lang. Sie selbst kann sich vorstellen, eine Handarbeits- oder Bastelgruppe ins Leben zu rufen.

Als Vertreter der Stadt gratulierte Vizebürgermeister Jörn Freynick zur Einweihung. „Es wäre schön, wenn das Dorfgemeinschaftshaus seinem Namen alle Ehre machen und die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Rösberger stärken würde“, sagte er. Ortsvorsteher Peter Tourné hofft, dass neben der Gemeinschaft beispielsweise durch Lesungen oder Konzerte auch die Kultur ihren Platz in den neuen Räumen finden wird. Er ging mit guten Beispiel voran und unterhielt die Gäste mit dem „Studio Ensemble Ville“ musikalisch.