Heinrich-Böll-Sekundarschule

Die Gesamtschule in Bornheim kommt

Auf dem Campus an der Beethovenstraße sind zurzeit sowohl die Martinus-Grundschule als auch die Heinrich-Böll-Sekundarschule untergebracht. Das soll sich künftig ändern.

Auf dem Campus an der Beethovenstraße sind zurzeit sowohl die Martinus-Grundschule als auch die Heinrich-Böll-Sekundarschule untergebracht. Das soll sich künftig ändern.

Bornheim. Zum Schuljahr 2020/21 wird die Mertener Heinrich-Böll-Sekundarschule umgewandelt. Ein Neubau ist nahe der Strecke der Stadtbahnlinie 18 im avisierten Baugebiet Merten 18 (Me 18) geplant.

Auf dem Weg zur Umwandlung der Heinrich-Böll-Sekundarschule (HBS) in eine Gesamtschule ist Bornheim einen Schritt weiter. Wie berichtet, hatte der Schulausschuss bereits im Mai eine entsprechende, einstimmige Empfehlung ausgesprochen.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause segnete jetzt auch der Stadtrat das Vorhaben ab – ebenfalls einstimmig. Demnach soll zum Schuljahr 2020/21 die Sekundarschule zu einer vierzügigen Gesamtschule mit zweizügiger Oberstufe umgewandelt werden. Als nächstes muss nun ein Antrag auf Genehmigung des Beschlusses zur Umwandlung bei der zuständigen Schulaufsichtsbehörde, der Bezirksregierung Köln, gestellt werden.

Nur ein Antrag bei der Bezirksregierung fehlt noch

Diese hatte schon im Vorfeld ihre Zustimmung signalisiert, soweit bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Dazu gehören unter anderem der Beschluss der Schulkonferenz der HBS, der bereits 2018 ausgesprochen wurde. Weiterhin muss die Schule mindestens vierzügig sein und die räumlichen Voraussetzungen erfüllen. Platz geschaffen wird ab dem neuen Schuljahr 2019/20 durch Container auf dem Schulgrundstück. Was die Planung für den Neubau der Heinrich-Böll-Sekundarschule betrifft, hat die Verwaltung einen Flächenbedarf für eine fünfzügige Gesamtschule mit einer dreizügigen Oberstufe zuzüglich einer Dreifachturnhalle von insgesamt 14 600 Quadratmetern berücksichtigt.

Wie berichtet, soll dieser in der Nähe der Strecke der Stadtbahnlinie 18 im avisierten Baugebiet Merten 18 (Me 18) entstehen, während die Martinus-Grundschule ihren Standort an der Beethovenstraße behält. Das vorhandene Personal der HBS soll samt Leiter an der Schule verbleiben. Darüber ist ein „regionaler Konsens“, das heißt eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen, nötig.

Im Hinblick darauf, dass voraussichtlich erst die jetzigen fünften Klassen der Heinrich-Böll-Sekundarschule ab dem Schuljahr 2024 eine eigene Oberstufe bilden werden, wird es – wie bereits jetzt praktiziert – eine enge Zusammenarbeit mit der Europaschule Bornheim geben.

Somit ist sichergestellt, dass alle Kinder der Heinrich-Böll-Sekundarschule, die eine Qualifikation für die Sekundarstufe II erhalten haben, auch einen entsprechenden Platz an der Europaschule bekommen werden.