Jugendliche aus Bonn und Kaliningrad zu Gast in Bornheim

Deutsch-russische Verständigung

Die Jugendlichen bei ihrem Treffen im Bornheimer Ratssaal.

Die Jugendlichen bei ihrem Treffen im Bornheimer Ratssaal.

BORNHEIM. "Es ist gut, dass das Jugendparlament in Bornheim viel Unterstützung findet und dass Politiker ihre Erfahrungen an junge Menschen weitergeben." Zu diesem Schluss kamen Evgenii Gulakov (25) und Ksenia Belousova (21) aus Kaliningrad, die als Vertreter des Deutsch-Russischen Jugendparlaments am Freitag zu Gast in Bornheim waren.

Zwei Tage zuvor hatten die Mitglieder des 2014 gegründeten Deutsch-Russischen Jugendforums im Düsseldorfer Landtag die Gründungsurkunde für das neue Jugendparlament zwischen den Städten Bonn und Kaliningrad unterzeichnet - das erste internationale Jugendparlament auf kommunaler Ebene. Mit dabei waren auch Bornheims Vizebürgermeisterin Petra Heller und Dominik Pinsdorf, der den Prozess der Gründung als Vertreter des Bornheimer Jugendparlaments begleitet hatte.

Um mehr über die Arbeit, die Organisation und die Strukturen des Jugendparlaments zu erfahren, hatte die russische Jugenddelegation aus Kaliningrad dem Bornheimer Rathaus bereits vor zwei Jahren den ersten Besuch abgestattet. Im Juli 2014 war wiederum Dominik Pinsdorf zu Gast in Kaliningrad gewesen.

"Wir haben einen Vertreter des Jugendparlaments der Stadt Bornheim mitgenommen, damit er von der Arbeit des Gremiums berichten kann", begründete Vitali Krusch, Pressesprecher des Deutsch-Russischen Jugendparlaments, die Einbindung des Bornheimers. "Nur wenige Städte haben ein Jugendparlament, und es ist wichtig, deren Erfahrung weiterzugeben."

Ziel der Zusammenarbeit sei die Verbesserung der Beziehungen, die Intensivierung der politischen Bildung und die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements der Jugendlichen beider Länder. "Schon damals fand ich es sehr bemerkenswert, wie engagiert sie waren", sagte Pinsdorf in seiner Begrüßungsrede. "Sie tragen mit ihrer Arbeit wesentlich dazu bei, dass Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden oder gar nicht erst entstehen. Und mehr noch: Sie ebnen den Weg zu Verständigung und Freundschaft und leisten damit einen elementaren Beitrag zur Friedenssicherung." Vizebürgermeisterin Petra Heller lobte Pinsdorf als "guten Botschafter für Bornheim".

Eckertz informiert über Projekte

Nachdem Heller den neun jungen Frauen und Männern aus Kaliningrad sowie den Gästen aus Bonn die Stadt Bornheim mit ihren Institutionen und Angeboten bei einer Präsentation vorgestellt hatte, informierte die Vorsitzende des Bornheimer Jugendparlaments, Nina Eckertz, über Aufgaben und Projekte der 21 Mitglieder starken Jugendvertretung.

Im Anschluss machte sich die Gruppe auf den Weg in die Europaschule, die zukünftig ebenfalls eine Partnerschaft mit Kaliningrad unterhalten will. Auch das Bornheimer Jugendparlament will den Kontakt zu den Kaliningradern aufrechterhalten. Im nächsten Jahr sollen zwei Vertreter des Parlaments dorthin zu einem Besuch reisen.