Haltestellen sollen barrierefrei werden

Das sind die Pläne für die Linie 16 in Bornheim

Hoher Einstieg: Die Haltestelle Uedorf gehört zu den vier Stationen der Linie 16, die barrierefrei ausgebaut werden sollen.

Hoher Einstieg: Die Haltestelle Uedorf gehört zu den vier Stationen der Linie 16, die barrierefrei ausgebaut werden sollen.

BORNHEIM. Der barrierefreie Ausbau der Linie 16 soll schnell kommen. Deshalb geben die Städte Bornheim und Wesseling pro Haltestelle 30.000 Euro für die Planung aus, die zügig in Auftrag gegeben werden soll. Der geplante Baubeginn ist im Jahr 2019.

Einen Schritt weiter sind die Bemühungen für einen barrierefreien Ausbau der Haltestellen der Linie 16 in Hersel, Uedorf und Widdig sowie in Urfeld. Wie die Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) jetzt bestätigte, haben die Städte Bornheim und Wesseling eine Vereinbarung mit dem Unternehmen getroffen, um zumindest die Planung für den Ausbau schon mal auf den Weg zu bringen. Das Ansinnen: Die beiden Kommunen finanzieren die Kosten für die Planung vor, damit diese baldmöglichst steht. Sobald dann Fördermittel für den Ausbau verfügbar sind, könnten die Umbauarbeiten sofort starten, ohne dass weitere Zeit verloren geht.

Bereits seit Langem fordern Bürger und Politiker den barrierefreien Ausbau der Haltestellen an der Rheinschiene, um Fahrgästen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen den Ein- und Ausstieg in die Bahn zu ermöglichen beziehungsweise zu erleichtern (der GA berichtete mehrfach). Die nun geschlossene Vereinbarung mit der HGK, der die Bahngleise und Haltestellen gehören, geht auf einen Vorstoß der Ortsvorsteher der betroffenen vier Orte von November 2016 zurück.

30.000 Euro je Haltestelle

Rund 30.000 Euro je Haltestelle strecken Bornheim und Wesseling für die Planung vor, so die HGK. Für Bornheim sind es also 90.000 Euro, die laut Bürgermeister Wolfgang Henseler im Haushalt 2017 vorgesehen sind. „Wir gehen davon aus, dass die Summe dann verrechnet wird mit dem Gesamtanteil, den wir zu tragen haben“, erklärte er. In der Regel werden bei derlei Bauvorhaben rund 90 Prozent der Summe aus Planungs- und Baukosten über Fördergelder finanziert, rund zehn Prozent tragen die beteiligten Kommunen. Doch ob und in welcher Höhe es tatsächlich Fördermittel geben wird, steht noch gar nicht fest.

Voraussichtlich im Frühjahr 2018 werde die HGK die entsprechenden Anträge auf den Weg bringen, teilte Eisenbahnbetriebsleiter Berthold Suermann mit. Die Planung sei Voraussetzung dafür. Auch die voraussichtliche Höhe der Kosten für den barrierefreien Ausbau aller vier Haltestellen lasse sich erst beziffern, wenn die Planungen fertig seien. Vorausgesetzt, die Fördermittel würden bewilligt, rechne die HGK mit einem Baubeginn im Jahr 2019, so Suermann.

Diesen Zeitplan sieht Bürgermeister Henseler skeptisch: „Ich bin vorsichtig, was die Realisierung betrifft. Das Thema beschäftigt mich bereits in meiner gesamten Amtszeit, und wir haben dabei schon so viel Hoffnung und Rückschläge erlebt“, sagt er. „Aber wir werden alles tun, um die Maßnahme auf den Weg zu bringen.“