Kommentar zum Bahnhof Roisdorf

Das Beispiel Oedekoven

Das Interesse an der Neugestaltung des Roisdorfer Bahnhofs sowie dessen Umfeld ist groß.

Das Interesse an der Neugestaltung des Roisdorfer Bahnhofs sowie dessen Umfeld ist groß.

Bornheim-Roisdorf. Jetzt sind die Bornheimer am Zug. In einer Bürgerwerkstatt sollen sie Vorschläge zur Gestaltung des Bahnhofs in Roisdorf machen.

Es ist eine gute Idee, eine Bürgerwerkstatt zur Zukunft des Roisdorfer Bahnhofs sowie dessen Umfeld einzurichten. Dafür reicht allein der Blick nach Oedekoven.

Dort haben sich Bürger über mehrere Monate mit der Neugestaltung des Areals zwischen ehemaliger Hauptschule, katholischer Kirche und Grundschule beschäftigt und Vorschläge gemacht, die nun in die politischen Gremien der Gemeinde Alfter eingebracht werden sollen.

Dass diese Möglichkeit der Beteiligung auch für den Roisdorfer Bahnhofsbereich bestehen wird, ist eine Chance, die Bürger und Vereine ergreifen sollten – und zwar nicht nur aus Bornheim, schließlich nutzen viele Alfterer den Bahnhof im Nachbarort. Auch sie sollten sich beteiligen.

Der Erfolg einer Bürgerwerkstatt hängt von zwei Faktoren ab: die möglichst hohe und konstruktive Beteiligung seitens der Bürger sowie die Bereitschaft der Verantwortlichen bei der Stadt, der Bahn und dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland, die Ideen der Bevölkerung ernst zu nehmen. Sicher: Nicht alles, was sich Bürger für die Neugestaltung des Areals in Roisdorf wünschen werden, wird sich umsetzen lassen. Aber ein Dialog auf Augenhöhe wird die Akzeptanz des Projekts auf jeden Fall steigern.

Und es liegt auf der Hand, dass am Bahnhof einiges verbessert werden muss: Die Station ist längst nicht barrierefrei, der wenig gepflegte Vorplatz mit dem gammeligen Bahnhofshäuschen ist überhaupt nicht schön, und der hintere Bereich an der Straße Rosental zeichnet sich etwa durch einen schlechten Straßenbelag und eine mangelhafte Straßenbeleuchtung aus. Dazu kommt die Überlegung, zur Verbesserung der Verkehrssituation einen Kreisel vor dem Bahnhof an der Bonner Straße zu bauen.

Es kostet viel Zeit und Geld, das alles zu verbessern. Und Geld ist bekanntlich dafür nicht vorhanden. Noch nicht. Das soll aber niemanden daran hindern, sich schon jetzt in der Bürgerwerkstatt Gedanken zu machen. Die Umgestaltung des Bahnhofs samt Umfeld ist ein Generationenprojekt. Aber auch eine so lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt.