Feuer in Bornheim

Brandursache weiter unklar

Die Deckenplatten müssen ausgetauscht werden: Hendrik Fuhs in seinem Salon.

BORNHEIM. Die Ursache des Feuers in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Königstraße in Bornheim ist immer noch unklar. Auch am Freitag konnten die Spezialisten der Bonner Kriminalpolizei, die im Haus ihren Untersuchungen nachgingen, keine Aussage dazu machen, wie der Brand am Mittwochmorgen entstanden war.

Die Ermittlungen dauern an. Bei dem Feuer brannten drei Wohnungen aus. Zwei weitere Wohnungen, das Kosmetikstudio und der Friseursalon wurden nicht durch den Brand, wohl aber durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Geschäftsführer Hendrik Fuhs, dessen Familie das Haus mit Friseursalon gehört, reagierte schnell. Innerhalb von 24 Stunden richtete er mit Hilfe von Familie und Freunden in einer freien Wohnung in seinem Mietshaus an der Donatusstraße einen kleinen Salon ein, in dem Kunden bedient werden können.

Schon Mitte nächster Woche will er den hinteren Teil des Salons im Haupthaus wieder hergerichtet haben, so dass auch dort wieder Kunden Platz nehmen können. "Bis der gesamte Salon wieder im alten Zustand ist, werden aber noch ein paar Wochen vergehen", sagt der 48-jährige Geschäftsinhaber.

Die Renovierung des gesamten Hauses werde etwa ein halbes Jahr dauern, sagt Fuhs. Er schätzt, dass sich der Gesamtschaden auf mehrere 100.000 Euro beläuft. Die Löhne seiner 15 Mitarbeiter laufen weiter. Am Mittwoch war das Feuer in der Wohnung über dem Salon ausgebrochen. Dort wohnt die 94-jährige Großmutter von Hendrik Fuhs. "Sie saß draußen auf der Terrasse, als sie bemerkte, dass die Couch in Flammen stand", berichtet Fuhs.

[kein Linktext vorhanden]Sie habe dann um Hilfe gerufen. Er habe zunächst selbst löschen wollen, doch die Wohnung habe bereits voll in Flammen gestanden. Schnell sorgte Fuhs dafür, dass Kunden, Mitarbeiter und Bewohner keinen Schaden nahmen, indem er das Haus evakuieren ließ. Trotz der "vorbildlichen Bemühungen der Bornheimer Feuerwehr", so Fuhs, griffen die Flammen auf die anderen Wohnungen im Haupthaus über. Die Wohnungen zur Königstraße hin blieben von den Flammen allerdings verschont.

Die vom Löschwasser beschädigten Deckenplatten im Salon werden nun ausgewechselt. Die Stromversorgung soll soweit wieder hergestellt werden, dass das Geschäft spätestens am Montag wieder telefonisch erreichbar ist. Die Wohnung der Großmutter brannte völlig aus. "Das ist besonders traurig, weil alle Super-8-Filme, die mein Opa in den 50er und 60er Jahren gemacht hat, dazu alle Fotoalben verbrannt sind. Alle diese Erinnerungsstücke sind weg", berichtet Hendrik Fuhs. Seine Oma wohnt jetzt bei seinen Eltern. Auch die meisten Bewohner der anderen Wohnungen sind vorübergehend bei ihren Familien untergebracht.