Mundart

Bornheimer singt Lied über die Bläck Fööss

Mit rund 50 engagierten Sängerinnen und Sängern nimmt Willi Wilden in der Rheinhalle sein Leid auf.

Mit rund 50 engagierten Sängerinnen und Sängern nimmt Willi Wilden in der Rheinhalle sein Leid auf.

Bornheim-Hersel. Musiker Willi Wilden hat eine Hommage an die Bläck Fööss komponiert. Mit zahlreichen Mitstreitern hat er das Stück nun für eine CD aufgenommen.

. Wo auch immer der Bornheimer Musiker Willi Wilden auftritt, wickelt er gut sichtbar einen Schal um den Mikrofonständer. Als Botschafter des Bornheimer FC-Köln-Fanclubs „FC Fründe Mai '98“ hat er auf diese Weise die Vereinsfarben bereits von Marrakesch bis zum Nordkap in die Welt getragen.

Dass seine Leidenschaft aber nicht nur dem 1. FC Köln, sondern auch der kölschen Sprache gilt, macht er in seinen vielen selbst geschriebenen Songs deutlich. Nun möchte er mit einem neuen Lied denjenigen danken, die dem kölschen Dialekt durch ihre Musik noch einen größeren Dienst erwiesen haben: den Bläck Fööss.

Zum ersten Mal habe er den Song mit dem eingängigen Refrain „Wat wör Kölle ohne Bläck Fööss“ auf einer Auswärtsfahrt des Fanclubs nach Ingolstadt gesungen, berichtete Wilden. Bereits während der Busfahrt sei das Lied sehr gut angekommen. „Und als der Song dann sogar bei den Ingolstädtern zum Renner wurde, wollten wir etwas daraus machen“, ergänzte der Vorsitzende des Bornheimer Fanclubs, Klaus Zimmermann. Die „FC Fründe Mai '98“, die rund 600 Mitglieder zählen, erklärten sich bereit, eine Aufnahme zu sponsern.

50 Sängerinnen und Sänger

Dieses Vorhaben wurde am vergangenen Samstag in der Herseler Rheinhalle in die Tat umgesetzt. Dafür stand ein Chor aus rund 50 Sängern auf der Bühne der Halle – bestehend aus Mitgliedern des Fanclubs, einigen Tänzerinnen der Karnevalsgesellschaft Teddybären, Vertretern des Clubs „Kanarische Geißböcke“, Sängern des Männergesangvereins Concordia Alfter sowie zwei Reitschülerinnen Wildens. Begleitet wurden Wilden und seine Sänger von der Band „Insaints“ mit Robert Sins am Bass, Marco Wilden am Schlagzeug sowie Daniel Dirschke an der Gitarre.

Dirk Neuß, Studioleiter der Online Studios, verewigte die Hommage an die Bläck Fööss auf einer Tonspur. Ebenso wurde ein Video von der rot-weißen Sängerschar gedreht. Das Cover der CD soll eine Skizze des „Kölschen Stammbaums“ zieren, die Reitschülerin Lena Mauel angefertigt hat.

Zurückhaltende Reaktion

„Ohne die Bläck Fööss wäre der kölsche Dialekt längst ausgestorben“, meinte Wilden. Die Gruppe sei ein Vorbild für viele junge Bands, die derzeit im Karneval erfolgreich seien. „Vor allem Kinder und Jugendliche beziehen sie mit ein. Davor habe ich Hochachtung“, sagte Wilden weiter.

Und wie sehen die Bläck Fööss selbst die musikalische Ehrung ihres Engagements für die kölsche Sprache? „Ich hab ihnen natürlich von dem Lied erzählt“, berichtete Wilden. Die Reaktion der befreundeten Musiker sei eher zurückhaltend gewesen. Dafür habe er aber Verständnis, so Wilden weiter. Singen will der Bornheimer sein Lied aber natürlich trotzdem, beispielsweise beim kölschen Abend der Feierlichkeiten zum 950-jährigen Bestehen von Alfter-Ort. Ohne Bläck Fööss – da ist sich Willi Wilden sicher – „dät su manches Leed he fähle; voll Poesie und Harmonie.“