Maßnahmen zum Hochwasserschutz

Bornheimer Rheinkommunen bereiten sich auf Hochwasser vor

Einige Anwohner beschwerten sich über die Sperrungen zum Rheinuferweg und die fehlende Kommunikation der Verwaltung.

Einige Anwohner beschwerten sich über die Sperrungen zum Rheinuferweg und die fehlende Kommunikation der Verwaltung.

Bornheim. Regen und Schneeschmelze: Seit Mittwoch schwillt der Rhein kontinuierlich an. Die Vorbereitungen zum Schutz gegen das Hochwasser laufen daher nicht nur in den großen Rheinkommunen Köln und Bonn auf Hochtouren.

Denn schon am Freitag um 16 Uhr lag der Wasserpegel in Bonn bei 7,06 Metern. Der Bonner Pegelstand ist für Bornheim die Messlatte für Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Laut eines „Planes zur Gefahrenabwehr bei Hochwasser“ vom März 2017 sind bei einem Wasserstand von 6,10 Meter Maßnahmen zu ergreifen: Dann ist der Verbindungsweg zwischen Auenweg und Leinpfad in Hersel (südliche Seite des Sportplatzes) sowie in allen drei Kommunen der Leinpfad ab Ecke Siegstraße/Bayerstraße und in Widdig die Schweizstraße ab Abfahrt zum Leinpfad zu sperren.

Ab 7.45 Meter erfolgt in Hersel die Sperrung an der Siegstraße Einmündung Weingarten. Dass bei Hochwasser Straßen gesperrt werden müssen, ist für die Anwohner in der Regel nachvollziehbar. Schon kurz vor Weihnachten, als der Bonner Pegelstand bei 6,26 Meter lag (16. Dezember), wurden auch der Rheinuferweg in Uedorf gesperrt, „allerdings ohne uns zu informieren“, regt sich auch jetzt noch ein Anwohner auf. Er kritisiert die fehlende Kommunikation zwischen Stadt und Anwohnern.

Kräftig monierte er, dass im vergangenen Jahr sowohl der Rheinuferweg als auch die Inselstraße für Autofahrer und Fußgänger gesperrt gewesen sei und „er nicht mehr mit seinem Auto aus der Einfahrt rausfahren konnte“, so der Anwohner, der in dem Zusammenhang monierte, dass die entsprechende Beschilderung auch bei den fallenden Pegelständen nicht entfernt worden sei. „Dass die Stadt Maßnahmen ergreift wie jetzt, da wir wirkliches Hochwasser haben, ist in Ordnung.

Nur wir möchten im Vorfeld über mögliche Sperrungen informiert werden“, forderte der Anwohner. Er ärgert sich darüber, dass sowohl im Dezember als auch in der aktuellen Situation die Anwohner vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. „Wenn schon zum Teil lange Fußwege mit zum Beispiel Einkäufen aufgrund der Sperrregelung den Anwohnern zugemutet werden, sollte zumindest für sie die Möglichkeit bestehen, ihre Fahrzeuge rechtzeitig im öffentlichen Straßenraum zu parken“, forderte der Anwohner.

Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler sagte, dass die Anwohner im Rheinuferweg ihre Grundstücke zu Fuß oder per Auo verlassen könnten. Es dürfe nicht entlang der Rheinuferböschung geparkt werden. Mit Blick auf das Hochwasser zeigte sich der Verwaltungschef optimistisch. „Ich glaube nicht, dass es zu Pegelständen kommen wird, die uns gefährlich werden könnten“, sagte Henseler.

Informationen stehen auf der Homepage unter bornheim.de